1. Der Kunde ist König


    Datum: 07.01.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... Seite des Tisches stehen. Zumindest hatte Mia noch daran Gedacht, die Tür hinter sich zu schließen, damit nicht alle mitbekamen, wie sie sich mal wieder die 'Kunde ist König' Predigt anhören musste.
    
    "Mein Name ist Mark Pfeiffer", redete Mias Chef weiter. "Was genau ist denn jetzt vorgefallen?" Als Mark das fragte, schaute er direkt zu dem Kunden, was Mia wenig überraschte. Ihre Meinung zählte wahrscheinlich gerade gar nichts.
    
    "Ihre Mitarbeiterin hat sich zuerst geweigert, meine Bestellung aufzunehmen, mir dann auch noch das Falsche gebracht und mich dann einen Fettsack genannt."
    
    "Wie bitte?", fuhr Mia ihm ins Wort, wurde aber sofort von Mark gestoppt. "Mia, jetzt lass den Kunden aussprechen."
    
    "Ich verlange mein Geld zurück, und ich will das diese Zicke eine Abmahnung bekommt. Sonst beschwer ich mich bei IHREM Chef."
    
    Mia erkannte sofort, wie Mark bei diesen letzten Worten zusammenzuckte. Sie wusste genau, dass er sich keine Beschwerden mehr leisten konnte.
    
    "Ich versichere Ihnen, wir finden eine Lösung", kroch Mark daraufhin dem Kunden in den Hintern. "Wir tuen wirklich alles, um unsere Kunden glücklich zu machen."
    
    Nach einer kurzen Pause, in der Mark Mia mit einem bösen Blick strafte, fuhr Mark fort: "Natürlich bekommen sie ihr Geld zurück. Und sie bekommen ihre ganze Bestellung neu. Das ziehe ich meiner Mitarbeiterin vom Gehalt ab."
    
    "Mark, das kannst du nicht...", versuchte Mia sich zu beschweren, aber Mark schnitt ihr wieder das Wort ab. "Mia, du ...
    ... bist selbst schuld", sagte er. "Der Kunde ist der König, und du sollst alles tun, was er verlangt!"
    
    "Ja, Mark", antwortete Mia darauf kleinlaut. Eigentlich hätte sie widersprechen sollen, aber sie wusste, das es nichts helfen würde.
    
    "Können wir sonst noch irgend etwas für sie tun?", wandte sich Mark anschließend wieder zum Kunden.
    
    "Naja", antwortete der Kunde. "Die kleine Schlampe hat mich schon ziemlich mies behandelt."
    
    "Wie bitte??", schrie Mia den Kunden darauf hin an. Unmöglich, was sich manche Leute erlaubten.
    
    "Mia, sei still", wieß Mark Mia erneut zurecht. "Was können wir tun, damit sie die ganze Sache vergessen?", fragte er den Kunden. "Egal was sie wollen, sprechen sie es einfach aus."
    
    Mia bemerkte, wie der Kunde sie musterte. Ihre Uniform mit dem dunkelgrauen Oberteil und der schwarzen Hose saß relativ eng und sie fühlte gerade zu, wie der Blick des Kunden langsam über ihren ganzen Körper fuhr.
    
    "Also. So, wie die Kleine mich gerade behandelt hat, sollte sie mich wenigstens mal ranlassen", antwortete der Kunde endlich auf Marks Angebot.
    
    "Wie bitte???" Mia traute ihren Ohren nicht. Sie sah, dass auch Mark zuerst große Augen machte. Aber schon eine Sekunde später fasste er sich ans Kinn, als würde er darüber nachdenken. "Mark? Du denkst doch nicht wirklich darüber nach, oder?"
    
    Mark jedoch ignorierte Mias Worte und antwortete stattdessen dem Kunden: "Und Sie sagen, damit wäre die Sache erledigt?"
    
    "Mark?", fragte Mia in den Raum, doch wieder ...
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