1. Doro 04: Das Szepter


    Datum: 02.02.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... Reaktion und der hölzerne Stab zischte wie eine Peitsche auf Doro zu, so dass sie erschrocken zusammenzuckte. Demütig zog sie den Kopf zwischen die Schultern und wandte sich gehorsam der Aufgabe zu. In der flachen, aus Latten zusammengenagelten Box lagen dicht an dicht grüne Salatköpfe.
    
    Schwungvoll nahm das schmächtige Mädchen die Kiste auf und stolperte, als das überraschend schwere Gewicht sie nach vorne zog. Der Kasten krachte unkontrolliert auf den Betonboden und klirrte laut, als ob Glas zerbrach. Der Geruch von Alkohol stieg in die Nasen der Umstehenden und eine bräunliche Pfütze breitete sich aus.
    
    Tanjas Kopf lief rot an.
    
    Zunächst ging eine Flut unverständlicher Flüche auf die Ungeschickte nieder, dann wechselte die Gebieterin in deren Muttersprache.
    
    „Dummer Tollpatsch! Was machst du alles kaputt? Kannst du nicht Auftrag erledigen, ohne widersprechen?"
    
    „Entschuldige, bitte", die Getadelte machte sich noch kleiner, als sie ohnehin schon war, „ich hatte nicht erwartet, dass unter dem Gemüse etwas Schwereres liegt. Tut mir echt leid, ich mach's wieder gut."
    
    „Gut? Wie willst du gut machen? Zeug ist teuer und schwer zu beschaffen. Ich werde lange brauchen, bis ich den Verlust gut gemacht habe. Du kannst da gar nichts machen. Strafe muss sein."
    
    Doro wich voller Angst zurück, als die Stärkere den Kochlöffel wie eine Keule hob. Wollte sie sie etwa hier vor den Augen der Köche, Küchenhelferinnen und Wärter schlagen? Stattdessen flirrte das hölzerne Werkzeug ...
    ... wie ein Florett nach vorne und stoppte wenige Zentimeter vor ihrer Brust. Der bedrohliche Ton des folgenden Kommandos duldete keinen Widerspruch.
    
    „Du trägst sofort Kiste nach hinten, dann kommst du wieder hier her, um sauber zu machen."
    
    Eiligst gehorchte die Angewiesene. Nach der vorangegangenen Überraschung war sie nun auf das außergewöhnliche Gewicht vorbereitet, dass allerdings wegen des ausgelaufenen Inhalts deutlich gesunken war. Sie tapste durch die bräunliche Pfütze und trug den tropfenden Kasten schnell an den zugewiesenen Ort. Auf dem Rückweg schnappte sie sich Schrubber, Putzlappen und Eimer. Doch zu ihrer nicht gelinden Verblüffung wurde ihr die langstielige Bürste wieder abgenommen.
    
    „Du machst Dreck mit deinen Händen weg", lautete der Befehl, „auf deinen Knien."
    
    Eine stahlharte Pranke auf ihrer Schulter drückte sie zu Boden. Sie konnte nicht anders, als auf allen Vieren in das Alkoholgemisch zu hocken, das umgehend ihre Ärmel und Hosenbeine durchnässte. Der aufsteigende Dunst stieg ihr zu Kopf.
    
    Rasch zog sie den Eimer näher an sich heran und begann mit spitzen Fingern, vorsichtigst die kleinen Glassplitter einzusammeln, die in der Brühe lagen. Und es sollte noch schlimmer kommen.
    
    Hämisch lachend packte die über ihr Stehende den Hosenbund der Knieenden und zog ihn mit einem Ruck herunter, so dass ihr nur noch mit dem feinen Spitzen-Tanga bedeckter Po vor aller Augen in die Höhe ragte. Reflexhaft wollte sie die Kleidung wieder hochziehen, doch ein ...