1. No-LIMIT-Rooms 08


    Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... sechs Monaten."
    
    Langsam sammelte ich alle Informationen in meinem Kopf und sortierte sie. Trotzdem ergab das alles keinen Sinn.
    
    „Was muss ich hier machen? Was ist meine Arbeit hier, abgesehen davon, mich von widerlichen Männern besteigen zu lassen?"
    
    „Pass auf, was Du sagst!", warnte mich Yuri scharf. „Die Kunden, die hier herkommen, sind wichtige Leute aus Politik und Wirtschaft. Das hier ist kein Straßenstrich. Und alle Mädchen hier im Haus sind froh, hier arbeiten zu dürfen."
    
    „Alles Sexsklavinnen, so wie ich, zweifellos", warf ich ein.
    
    „Hör mir jetzt mal gut zu: ", Yuris Tonfall wurde lauter und noch schärfer. „Du hättest schon längst in Einzelteilen die Fische in der Ostsee füttern können. Oder, Du säßest jetzt in einem Gangbangpuff, wo du in 2 Jahren totgebumst wärst. Ich war sehr großzügig zu Dir, geradezu gutmütig. Das, was Deine Schwester sich geleistet hat, hätte gerechtfertigt, Dich ganz langsam in kleine Stücke zu schneiden! Und viele Andere in meiner Position hätten das auch sofort getan. Doch ich habe Dir eine Chance gegeben. Es ärgert mich, dass ich Dir jetzt alles neu beibringen muss."
    
    Bei Yuris Worten war mir eiskalt geworden. Er hatte es ernst gemeint. Und so wie er jetzt vor mir saß, glaubte ich sofort, dass er zu solchen Taten fähig war. Warum war ich nicht geflüchtet, als ich es noch konnte?
    
    „Nun, es ist, wie es ist. Vielleicht bekommst Du morgen Deine Erinnerung zurück, vielleicht niemals. So lange kann ich nicht warten: Fangen wir ...
    ... also von vorne an. Deine Schwester ist schuld daran, dass ein Freund von mir Tod ist und ein anderer in Deutschland im Knast sitzt. Außerdem hat meine Firma viel Geld durch sie verloren. Dieses Geld wirst Du noch erwirtschaften müssen, bevor ich Dich wieder freigeben kann."
    
    "Freigeben? Du meinst, Du lässt mich unversehrt gehen, wenn ich die Schulden beglichen habe?"
    
    Gleichgültig zuckte er mit den Achseln.
    
    "Wenn Du es möchtest, sicher. Allerdings wirst Du kaum nach Deutschland zurück können. Dort wirst Du wegen Mordes von der Polizei gesucht."
    
    "Mord?"
    
    "Ja. Du hast eine Frau erschossen."
    
    Diesmal war ich wirklich geschockt.
    
    "Das glaube ich Dir nicht!"
    
    Yuris Blick konnte ich nicht deuten, aber er machte mir Angst.
    
    "Technisch gesehen, habe ich sie getötet. Doch Du hast sie mir ausgeliefert. Und Deine Fingerabdrücke sind auf der Mordwaffe."
    
    Das musste ich erstmal verarbeiten.
    
    "Warum?"
    
    Yuri seufzte.
    
    "Hast Du, neben Deinem Gedächtnis, auch Deinen Verstand verloren? Du musstest! Finde Dich damit ab, es gibt keinen Weg zurück!"
    
    Trotzig sah ich ihn an. Er konnte mir viel erzählen.
    
    „Wie gefällt Dir Deine Tochter? Liebst du sie?", unterbrach Yuri jäh meine Gedanken.
    
    Nun war ich verwirrt. Was hatte das damit zu tun?
    
    Als hätte Yuri meine Gedanken geahnt, antwortete er lächelnd: „Im Knast könntest Du nicht für Dein Kind da sein. Das Kind ist alles, was Dir von Deinem Verlobten geblieben ist. Übrigens ist es auch die Schuld Deiner Schwester, ...
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