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No-LIMIT-Rooms 08
Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,
... sinken. „Das war die mildeste Stufe. Wenn Du es zu öffnen versuchst, nun, lass es lieber!" Verdammt. Er hatte mich reingelegt. Warum war ich nur so naiv gewesen? Keuchend vor Schmerzen saß ich noch immer am Boden und sah finster zu ihm hoch. „Und ich kann es per Handy auslösen, egal wo Du bist. Außerdem natürlich auch orten. Ich weiß gerne, wo mein Eigentum gerade ist. Wenn Du irgendwo hingehst, wo Du nicht sein solltest, bekomme ich eine Alarmmeldung. Also, sei gewarnt! Und noch etwas: Das Teil wird per Induktion geladen. Einmal am Tag musst Du es aufladen. Aber das ist einfach. Oben sind Geräte an den Sesseln. Du musst nur eine halbe Stunde da drin still sitzen. Kannst dabei Fernsehen, oder was Lesen, ganz Dir überlassen. Aber wenn Du es vergisst, und der Energielevel wird zu gering, dann löst es auch einen Alarm aus. Und bevor der Akku zu schwach wird, bekommst Du die volle Ladung ab. Also jeden Tag brav laden, ist das klar?" Ich antwortete nicht augenblicklich, was ich sofort bereute. Ein weiterer Stromschlag durchzuckte meinen Hals. „Aua! Ja! Klar, mache ich! Aufhören! Bitte!" Die Schmerzen verebbten so schnell, wie sie begonnen hatten. Ein leichtes Pulsieren meiner gereizten Nerven klang jedoch nach. „Gut. Wenn Du ein artiges Mädchen bist, wirst Du das nie wieder spüren. Nun geh nach oben und lass Dir von Aigul alles erklären. Bis später." Ohne sich weiter um mich zu kümmern, setzte er sich wieder auf seinen Sessel am Schreibtisch und begann ...
... dort irgendetwas am PC zu machen. Erschöpft erhob ich mich und ging etwas ängstlich zum Ausgang, immer damit rechnend, erneut einen Stromschlag zu erhalten. Doch nichts geschah. Kaum war ich hinter der Tür im Treppenhaus, ließ ich mich auf den Boden sinken und begann hemmungslos zu heulen. Melkstube Es war Aigul, welche mich so im Flur vorfand. Wie lange ich da gesessen und geheult hatte, konnte ich nicht sagen. Aigul sagte kein Wort, sondern hockte sich nur neben mich und ergriff zunächst meine Hände. Dann umarmte sie mich und streichelte meinen Rücken. Nach einigen Minuten begann ich mich zu beruhigen und sie half mir hoch. „Komm, Marja wartet." „Marja?", schluchzte ich verständnislos. „Deine Tochter. Du wolltest sie nach Deiner Großmutter nennen. Oder soll es jetzt ein anderer Name werden? Vielleicht der Deiner Schwester Laura?" „Nein, ich weiß es nicht. Warum kann ich mich so an gar nichts erinnern?" „Die anderen Mädchen beneiden Dich, Nadia. Und ich auch. Wir wären froh, könnten wir alles vergessen, was uns angetan wurde." Die Bitterkeit in Aiguls Stimme durchdrang mein Selbstmitleid wie ein scharfes Messer. „Verzeih. Ich jammere schon, dabei habe ich noch nicht einmal Schlimmes erlebt." Nun wurde ihr Tonfall wieder sanft, und sie streichelte mir übers Haar: „Doch, das hast Du. Und deswegen willst Du Dich auch nicht mehr erinnern. Aber nun komm. Wir müssen Dich melken. Deine Tochter hat Hunger!" Aigul führte mich nach oben, aber ...