1. No-LIMIT-Rooms 08


    Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... Du sogar geschrieben!"
    
    „Was geschieht mit der Milch, die nicht in der Bar benötigt wird?"
    
    „Wird so verkauft."
    
    „Wer kauft denn Muttermilch?"
    
    „Mütter? Im Krankenhaus ist immer Bedarf. Die zahlen gut für den Liter. Aber es gibt auch Gäste, die welche mit nach Hause nehmen. Wir bekommen etwas Taschengeld davon."
    
    Nun wurde mir klar, warum mir im Krankenhaus so viel abgemolken wurde. Die hatten das praktisch als Geschenk von mir erhalten.
    
    „Wie viel Milch produzieren wir denn hier?"
    
    „So um die 20 Liter am Tag, bleiben für die Bar. Den Rest bekommen die Kinder."
    
    Meine Tochter fiel mir wieder ein.
    
    „Wo ist denn Marja jetzt?"
    
    „Im Kinderbereich, zwei Türen weiter. Dort können die den ganzen Tag spielen. Eine von uns passt immer auf sie auf, außer, wenn sie schlafen."
    
    „Und wie viele Kinder leben hier?"
    
    „Jetzt sind es Acht. Sechs Einzelkinder und meine Zwillinge."
    
    „Oh, du hast Zwillinge? Wie alt?"
    
    „Fast zwei Jahre, beides Mädchen."
    
    „Und der Vater?"
    
    Mavi schüttelte den Kopf und ihr Gesicht wurde finster. Verdammt, ich hätte mir eine Ohrfeige geben können. Wir waren Nutten, warum hatte ich nach dem Vater gefragt?
    
    „Sorry, dumme Frage. Ich hatte einen Moment vergessen, was D ... Wir sind." Gerade noch rechtzeitig verbesserte ich mich.
    
    „Wie alt bist Du?"
    
    „19, bald 20."
    
    So jung? Verdammt.
    
    „Und seit wann ... lebst Du in Russland?" Die Pause verdeutlichte, was ich wirklich meinte.
    
    „Ich kam als 12-Jährige hier her. Mein Onkel hat ...
    ... mich verkauft."
    
    Mein Gesicht muss Entsetzen gezeigt haben, denn Mavi legte zur Beruhigung ihre Hand auf meinen Arm.
    
    „Alles gut, ich bin jetzt hier, dank Dir. Wir haben Dir alle viel zu verdanken, Nadia!"
    
    „Weshalb?"
    
    „Weil Du uns ausgewählt hast, hier zu arbeiten!"
    
    „Ja, das hast Du. Und noch mehr! Es tut mir leid, was ich eben gesagt habe, Nadia. Ich hatte es nicht so gemeint!"
    
    Ich drehte mich zur Sprecherin um: Aigul war, von mir unbemerkt, wieder in den Raum getreten.
    
    „Schon gut. Ich bin nur völlig verwirrt."
    
    „Das ist mir klar. Aber nun komm. Wir müssen die Milch einfrieren und das Fläschchen für Marja fertigmachen. Sie hat schon wieder Hunger. Mavi, geh schon mal rüber, nimm Nadias Fläschchen auch mit."
    
    Mavi nickte und tat wie geheißen.
    
    Aigul trat vor mich hin: „Alles gut zwischen uns?"
    
    Verwirrt antwortete ich: „Ja, natürlich!"
    
    Erleichterung machte sich auf ihrem Gesicht breit.
    
    „Auch wenn Du es vergessen hast, Du bist meine beste Freundin! Es war dumm von mir, Dich eben so zu überfallen. Es ist halt nur so, dass ich Dich auch so sehr liebe!"
    
    Bei diesem Geständnis musste ich schlucken. Wie sollte ich damit umgehen?
    
    „Du musst nichts sagen. Du wusstest es früher. Und bevor Du es jetzt von einer anderen erfährst, wollte ich es Dir gleich wieder sagen. Mir ist auch klar, dass es nie was zwischen uns wird, weil Du nicht auf Frauen stehst. Also, mach Dir keinen Kopf."
    
    Ich nickte, zum Zeichen, dass ich verstanden hatte.
    
    „Nun komm, ich ...
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