1. No-LIMIT-Rooms 08


    Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... Yuri um den Verstand, wenn Du etwas durchsetzen willst, was uns nützt."
    
    Mein Mund klappte auf. Was tat ich? Doch Polina lächelte freundlich, es war kein Vorwurf oder Häme gewesen.
    
    „Nadia, auch wenn Du Dich nicht mehr daran erinnerst, Du hattest keine Wahl. Entweder fickst Du ihn, und machst es gut, oder Du fickst Tausend. Solange Du ihn gut fickst, besteht eine gute Chance, dass Du Deine Schwester überleben wirst."
    
    Eigentlich wollte ich niemanden ficken, oder von jemanden gefickt werden. Ich hatte an Sex nicht einmal eine Erinnerung. Wusste zwar, was es bedeutet, aber nicht, ob jemals welchen hatte. Nun ja, Marja bewies zumindest Letzteres.
    
    Mein Gedankengang schien recht offensichtlich zu sein, denn Polina begann zu lächeln.
    
    „Du erinnerst Dich nicht an Sex, oder? Alles weg? Wieder unwissende Jungfrau?"
    
    Langsam und verwirrt schüttelte ich den Kopf.
    
    „Ich weiß, was Sex ist. Ich habe Bilder vor Augen. Aber keine Erinnerung daran, dass ich welchen hatte."
    
    Polina seufzte übertrieben.
    
    „Ich wünschte, mir ginge es ebenso. Gibt genug, was ich gerne vergessen würde. Ich bin ein wenig neidisch auf Dich."
    
    „Das solltest Du Dir nicht wünschen. Du hast keine Ahnung, wie es mir geht. Da ist eine Wand zu meiner Erinnerung, die ich nicht durchbrechen kann. Aber ich habe ständig das Gefühl, dahinter lauern Monster, die mich jeden Moment überfallen und fressen können!", fauchte ich sie überraschend giftig an.
    
    Erst als ich es aussprach, begriff ich, dass es die ...
    ... Wahrheit war.
    
    Polina war erschrocken und sofort taten mir meine schroffen Worte leid.
    
    „Es tut mir leid, Entschuldigung! Ich glaube Dir, dass Du viel Schlimmes durchgemacht hast, was Du gerne vergessen möchtest. Aber glaube mir bitte auch, dass sich an nichts erinnern zu können, auch sehr quälend sein kann."
    
    Langsam nickte, sie, doch ihrem Gesichtsausdruck entnahm ich, dass sie das nicht überzeugt hatte.
    
    „Schon gut. Trink einen Boza, und alles wird gut, sagten wir immer bei uns zu Hause. Hach, ich wünschte, es gäbe hier welchen."
    
    Ich betrachtete sie verwirrt. Wollte sie mich auf den Arm nehmen?
    
    „Boza? Was ist das?"
    
    Polina überlegte offensichtlich, wie sie es erklären konnte.
    
    „Ein Erfrischungsgetränk bei uns zu Hause. Wird aus Getreide hergestellt und vergoren."
    
    „Also ein Art Bier?"
    
    „Nein, kein Bier. Hat fast keinen Alkohol. Wird gerne von Schwangeren getrunken. Schwer zu erklären. Was trinkt ihr gerne zu Hause?"
    
    „Cola!", antwortete ich, bevor ich richtig nachgedacht hatte. Einen Moment lang sahen wir beide uns überrascht an.
    
    „Kommt Deine Erinnerung wieder?"
    
    Ich horchte in mich hinein, versuchte herauszufinden, woher das eben gekommen war. Aber da war nichts. Es war einfach durch die Wand gedrungen, die mich dagegen aussperrte.
    
    „Nein, leider nicht", antwortete ich verzweifelt.
    
    Statt den Fernseher einzuschalten, unterhielten Polina und ich uns den ganzen übrigen Abend, zwischendurch mal kurz unterbrochen, wenn eines der Kinder unruhig ...
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