1. No-LIMIT-Rooms 08


    Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... wird abgestumpft gegen die Scham und den Ekel sein. Sie lernt, dass alles, was mit ihrem Körper geschieht, nicht sie selbst ist."
    
    Ich verstand noch immer nicht, oder wollte nicht verstehen, daher schüttelte ich nur meinen Kopf.
    
    „Ich will damit sagen, Du hast das bereits einmal hinter Dir. Du hast das schon einmal akzeptiert gehabt. Das musst Du wieder akzeptieren. Irgendwie hattest Du es geschafft, dass Yuri Dir sexuell hörig wurde, obwohl er Dich vermutlich ursprünglich zum Sex gezwungen hatte. Du hattest Deine Gefühle entkoppelt."
    
    Das Einzige, was ich gerade verstand, war, dass ich massenvergewaltigt worden sein musste. Das entsetzte mich maßlos und mein Erschrecken musste in meinem Gesicht zu erkennen gewesen sein.
    
    Doch Aiguls Blick blieb hart.
    
    „Wenn Yuri mir befielt, einem Kunden einen zu blasen, oder ihn zu ficken, mache ich das. Es ist rein körperlich. Es ist Show und absolut mechanisch. Ich kann dabei lächeln, sogar vortäuschen, dass es mir Vergnügen bereitet. Selbst der widerlichste Mann, mit dem ich ficken muss, ist besser als die Alternative, die mir droht, wenn ich das nicht gut mache. Es geht immer noch Schlimmer, das ist die Lektion, die eine Zwangsnutte gleich zu Beginn lernt. Wer das nicht lernt, stirbt. Durch Selbstmord, Drogen oder Freier, die auf wirklich abartiges Zeug stehen. Die Arbeit hier im Klub ist gut. Es ist Arbeit, die getan werden muss, um zu überleben. Und Du musst sie gut machen, weil Du sonst ganz schnell durch Mädchen ersetzt ...
    ... wirst, die es besser verstanden haben oder hübscher sind. Und dann, meine Liebe, beginnt der echte Horror!"
    
    Meine Stimme war vor Entsetzen heiser: „Weshalb sagst Du mir das?"
    
    Ihr Blick wurde wieder sanfter, sie griff nach meiner Hand und drückte sie mitfühlend.
    
    „Weil wir nur uns haben! Vergiss Yuri, vergiss, was dort unten in der Bar mit uns geschieht. Hier oben sind wir frei. Hier leben wir. Alles andere darfst Du nicht an Dich heranlassen. Wir beide sind nicht nur Schicksalsgenossinnen, wir sind Freundinnen. Und auch, wenn ich gerne mit dir Sex haben würde, was Du nicht möchtest, hat das bisher unserer Freundschaft nicht geschadet."
    
    Ich bemerkte, dass mein Milchfluss verebbt war. Verwirrt wand ich meine Hand aus ihrer und schaltete die Maschine aus, froh über diese Ablenkung und die Möglichkeit, nicht sofort antworten zu müssen.
    
    Aigul wartete geduldig, während ich die Glocken abnahm, meine geschwollenen Zitzen abtupfte und ich danach meinen BH wieder hochzog.
    
    Endlich rang ich mich zu einer Antwort durch.
    
    „Aigul, ich freue mich wirklich, dass Du bisher meine Freundin warst. Doch gib mir bitte Zeit, mich wiederzufinden. Emotional bin ich gerade einmal 5 Tage alt. Ich stehe kurz davor, völlig durchzudrehen. Ich möchte am liebsten Schreien, Weglaufen und mich Verstecken. Das alles ist im Moment ein einziger Albtraum für mich."
    
    Aigul sah mir in die Augen, bevor sie nickte. Dann schlich sich wieder ein Lächeln auf ihr Gesicht.
    
    „Gut, denn alles andere ...
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