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No-LIMIT-Rooms 08
Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,
... er einen Code auf seinem Handy eintippt, hebt sich die Kiste an und gibt den Eingang frei. Der Gestank tarnt das Ganze und soll Drogenspürhunde täuschen." Zweifelnd betrachtete ich die Kiste. Tatsächlich konnte ich keinen Hinweis darauf erkennen, dass Aigul die Wahrheit sprach. Aber ich bezweifelte nicht, dass es stimmte. „Scheint gut getarnt zu sein, ich würde hier nichts vermuten!", gab ich nickend zu. „Aber weshalb zeigst Du mir das? Was habe ich damit zu tun?" „Du gehörst zu den Wenigen, die das Versteck kennen. Außer Dir, mir, Yuri, seinem Schwager und den Leibwächtern, kennt es niemand. Auch keine der anderen Mädchen. Und wenn das Versteck jemals von der Polizei gefunden wird, wandern wir alle für sehr lange Zeit ins Gefängnis. Du auch, weil Du davon wusstest. Yuri hat dafür gesorgt, dass unsere Fingerabdrücke dort unten auf Drogenpaketen sind. Wenn Du auf dumme Gedanken kommst und zur Polizei rennen solltest, erwarten Dich, als Zugehörige zur Barleitung, im besten Fall, viele Jahre Knast. Allerdings ist es eher wahrscheinlich, dass Yuri Dich vorher umbringen lässt. Gefängnisse sind keine sicheren Orte vor der Mafia! Und weil Du so viel über ihn und seine Organisation weißt, wird er Dich auch niemals lebend gehen lassen! Verstehst du: Niemals!" Mit einem Mal wurden mir meine Knie weich, als ich die Worte begriff. Aigul reagierte rechtzeitig, bevor ich umkippte und hielt mich fest. Ganz fest umarmte sie mich, ihren Mund dicht an mein Ohr. „Nadia, wir ...
... beide werden hier leben müssen, bis zu unserem Tod!" Entscheidungen Aiguls Enthüllungen gingen mir nicht mehr aus dem Kopf, auch als ich bald darauf Marja wieder im Arm hielt und fütterte. Was bedeutete das, lebenslang? Nicht nur für mich, sondern ganz besonders für Marja? Wenn ich eine einfache Prostituierte und Eigentum der Mafia war, was hatte das für Marja zur Folge? Ihre Zukunft war untrennbar mit meiner Stellung bei Yuri verknüpft. War mein Leben für ihn wertlos, war auch Marja nur noch eine billige Ware für ihn. Würde sie Kinderschändern überlassen, bevor sie später zur gewöhnlichen Prostituierten würde, um irgendwann als namenlose Drogentote zu enden? Ein Schauder überlief mich, während ich in ihr süßes Babygesicht schaute. Niemals würde ich das zulassen, selbst wenn ich dafür morden müsste! Erschrocken wich ich vor einen eigenen Gedanken zurück. War ich tatsächlich dazu fähig? Angeblich hatte ich bereits jemanden umgebracht, auch wenn ich keine Erinnerungen mehr daran hatte. Wen hatte ich umgebracht, aus welchem Grund? Ich sah mich nicht als kaltblütige Killerin. Plötzlich erschien mir eine Szene in meinen Gedanken, von mir, mit einer Pistole in meiner Hand, wie ich Yuri bedrohte. Könnte ich einfach abdrücken, ihn umbringen? Yuri mochte ein Mafiaboss und auch ein Killer sein, doch mir gegenüber schien er verhältnismäßig freundlich gewesen zu sein. Ich lebte in relativer Freiheit, wurde nicht zum Anschaffen gezwungen und war ...