-
No-LIMIT-Rooms 08
Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,
... auch nicht ermordet worden. Und ich war seine Geliebte. Hatte ich das freiwillig gemacht? Hatte es mir gefallen, seine Geliebte zu sein? Hatte mir Sex mit ihm Spaß gemacht, oder hatte ich es nur aus Berechnung getan? Wusste Aigul mehr? Marjas Husten riss mich aus meinen Überlegungen, ich hatte nicht aufgepasst und sie hatte sich verschluckt. Sofort nahm ich sie hoch und klopfte ihr leicht auf den Rücken. Nein, zu einem Mord war ich nicht fähig. Aber meinen Körper hatte ich bereits an Yuri verkauft. Und das konnte ich wieder tun. Wenn meine Erinnerungen an mein früheres Leben niemals zurückkehren würden, musste ich eben alles neu lernen, auch wieder mit Yuri Sex zu machen. Für Marja ihre Zukunft! * * * Wie am Vorabend machten sich die Mädchen für ihre Arbeit fertig und verschwanden nach Unten, während Polina und ich Babysitter blieben. Ich hatte so viele Informationen von Aigul erhalten und war mental so völlig fertig vom Tag, dass ich kein Bedürfnis hatte, mich groß mit Polina zu unterhalten. Daher verliefen unsere Gespräche eher einsilbig. Zum Glück schien Polina das zu verstehen und ließ mich in Ruhe. Ich war froh, als die Kinder endlich schliefen. In der Stube setzte sich Polina mit Strickzeug hin und begann vor dem Fernsehen zu stricken, während ich meinen düsteren Gedanken nachhing. So müde ich war, so unmöglich war es mir, zur Ruhe zu kommen. Ich musste mich irgendwie ablenken. „Du, Polina, kann ich auch etwas ...
... stricken?" Polina sah mich so ungläubig an, als hätte ich gerade gegackert und ein Ei gelegt. „Du willst stricken?" „Öhm, ja, wieso?" Völlig überraschend brach Polina in lautes Lachen aus. „Was ist daran so lustig?", fragte ich, etwas verärgert. „Du kannst nicht stricken!", brachte sie mühsam hervor, sich Lachtränen aus den Augenwinkeln reibend. Konnte ich nicht? Weshalb nicht? Das konnte doch nicht so schwer sein? „Wer sagt das?" „Ich und jede von uns, die jemals gesehen hat, wie Du mit Stricknadeln umgehst!" „Willst du mich veräppeln? Das kann doch nicht Dein Ernst sein? So schwer ist Stricken doch nicht!" „Du willst es ernsthaft probieren? Warte mal." Sie kramte in ihrem Handarbeitskorb und holte ein Wollknäuel und zwei, leicht verbogene Stricknadeln hervor, was sie mir herüber reichte. „Die hast Du beim letzten Mal verbogen", erklärte sie, als sie meinen Blick auf die verbogenen Stricknadeln bemerkte. „Also kann ich doch Stricken?" „Nein, kannst Du nicht. Aber probier es ruhig!" Neugierig schaute sie zu, wie ich probeweise versuchte, die ersten Schlingen zu stricken. „Nein, nicht so! Schau, so musst du das machen!" Sie rutschte näher und zeigte mir langsam, wie ich die Nadeln und den Wollfaden zu halten hatte. Nach den ersten gelungenen Schlaufen blickte ich triumphierend auf. „Siehst Du, ich kann es doch!" In diesem Moment entglitten mir die Maschen. „Nadia, ganz ehrlich, ich habe wirklich Respekt vor Dir und Deinem ...