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No-LIMIT-Rooms 08
Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,
... blieben wir stehen. Der Anblick war atemberaubend. Die Newa ist ein beeindruckender Fluss, der mitten durch St. Petersburg strömt. An seinen Ufern reihen sich große Gebäude, wie Paläste und Kathedralen entlang. Und selbst große Schiffe können diesen Fluss befahren. Von der Ostsee kam frische, salzige Meeresluft und vertrieb die Hitze des Sommers aus der Stadt. So standen wir einige Minuten lang wortlos, während ich mich des Anblicks erfreute. „Nun komm, Du hast bestimmt Hunger. Ich habe einen Tisch für uns reservieren lassen!", riss Yuri mich aus meiner Versenkung. „Mach bitte dort keine Szene, genieße einfach das Essen, ja?", warnte mich sogleich. Statt zu antworten, nickte ich nur. Ich wusste noch immer nicht, was ich von dem Ganzen halten sollte. Und seine Worte, dass ich die Milchbar war, gingen mir nicht aus dem Kopf. Nach einem kurzen Fußweg erreichten wir ein elegantes Restaurant, welches auch gut besucht war. Petya blieb draußen. Das Restaurant war ein mehrstöckiges Gebäude. Wir erhielten einen Tisch auf der Terrasse der oberen Etage, mit Blick auf die Newa. Obwohl es für Mittagessen schon recht spät war, brachte uns der Kellner anstandslos die Speisekarte. Wegen Marja verzichtete ich auf ein alkoholisches Getränk, sondern bestellte nur eine Cola, während Yuri für sich Bier bestellte. Die Auswahl an Speisen und Getränken war exquisit und die Preise entsprechend hoch. Trotzdem war das Restaurant voll. Ich bestellte ein Menü mit Seezunge, ...
... während Yuri ein Steak orderte. Endlich hatte ich mich wieder gefasst. „Also, weshalb das Ganze heute?", fragte ich, sobald der Kellner gegangen war. „Das hatte ich doch schon gesagt: Ein Neuanfang! Es mag vielleicht etwas dauern, bis Du Dein Gedächtnis zurückerlangst. Und mit Sicherheit wirst Du schon das eine oder andere über mich gehört haben. Doch das mag nur die halbe Wahrheit über uns sein. Ich bin ein Geschäftsmann." „Dessen Geschäfte hauptsächlich illegal sind", rutschte mir heraus. Doch zu meiner Überraschung lachte Yuri nur. „Jeder erfolgreiche Geschäftsmann betreibt illegale Praktiken", behauptete er. „Drogen und Mädchenhandel sind allerdings noch eine Stufe höher, oder?" „Ob Waffen, Öl, Maschinen oder Computer. Es gibt kein sauberes Business. Irgendwelche Menschen leiden immer. Alkohol ist eine Droge, die viel Leid verursacht. Trotzdem ist das Verkaufen von Wodka legal, während andere Drogen verboten sind. Das ist einfach nur Politik." Ungläubig sah ich ihn an. Das meinte er ernst? „Du kannst doch kaum Dein Geschäft mit dem Verkauf von Computern vergleichen?" „Alles, was Geld bringt, verursacht auch Leid! Computer können genutzt werden, andere Menschen zu ruinieren. Drogen, legale wie illegale, können sowohl Elend und Leid verursachen, als auch Menschen helfen, damit klar zu kommen." „Und die Mädchen, die Du versklavst und zur Prostitution zwingst, willst Du das auch schönreden?" „Frauen gehören den Männern. Sie werden entweder ...