1. No-LIMIT-Rooms 08


    Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... Huren oder Ehefrauen, aber sie gehören immer Männern. Mit viel Glück bekommen sie gute Ehemänner, aber das trifft kaum auf die Frauen zu, die für mich arbeiten. Diese Frauen waren bereits traumatisiert, bevor sie für mich anschaffen gingen. Sie wurden von ihren eigenen Familien verkauft, von ihren Vätern missbraucht, oder bereits von anderen vergewaltigt. Andere hatten die Wahl zwischen Verhungern und Anschaffen. Ich gebe ihnen Sicherheit!"
    
    Mir blieb der Mund offen stehen. Das konnte er unmöglich glauben? Noch während ich überlegte, wie ich darauf antworten konnte, fuhr er fort.
    
    „Das hier ist nicht Deutschland! Hier gibt es kein Wohlfahrtssystem. Und das gilt auch für die Länder, aus denen die Mädchen kommen, die Du für die Milchbar ausgesucht hast. Ihnen geht es dort um Welten besser, als es ihnen in ihrer Heimat je gegangen wäre. Ihr westlichen Frauen seid viel zu hochmütig geworden. Ihr verkennt, dass es die Männer sind, welche die Welt beherrschen."
    
    Ich wollte schon zornig widersprechen, als er mir mit einer Geste Schweigen bedeutete. Der Ober servierte uns die Suppe.
    
    Vor Wut war mir allerdings der Appetit vergangen.
    
    Yuri aß zwei Happen, dann bemerkte er, wie ich ihn zornerfüllt anstarrte.
    
    „Nun iss schon. Es wäre schade um das Essen. Dein Körper braucht die Kraft, sonst kippst Du um. Bisher hast Du immer rational gedacht. Glaubst Du, irgendeines der anderen Mädchen würde sich von meiner Meinung ihren Appetit verderben lassen, selbst wenn sie anderer ...
    ... Meinung wäre als ich? Du hast andere Ansichten als ich, das ist nicht Deine Schuld. Es ist alles eine Frage der Wahrnehmung. Nun iss!"
    
    Widerwillig ergriff ich den Löffel und kostete die Suppe. Sie schmeckte wirklich köstlich. Während ich aß, dachte ich über seine Worte nach. Ich war absolut nicht seiner Meinung, musste aber anerkennen, dass wir aus verschiedenen Welten kamen. Und wegen meines Gedächtnisverlustes konnte ich nicht einmal richtig argumentieren, sondern nur emotional reagieren. Diese Diskussion konnte ich nur verlieren. Also war es das Klügste, sie nicht weiterzuführen.
    
    Überrascht bemerkte ich, dass ich aufgegessen hatte. Ich hatte nicht einmal gemerkt, wie hungrig ich war. Und mein Körper freute sich tatsächlich auf den folgenden Hauptgang.
    
    Yuri nickte zufrieden. Als der Ober abgeräumt hatte, lächelte er mich an.
    
    „Nadia, Du kommst aus einer völlig anderen Welt. Und nun bist Du in meiner gelandet. Doch Du hast das Beste daraus gemacht. Das bewundere ich an Dir. Selbst jetzt, trotz Deines Gedächtnisverlustes, bist Du anderer Meinung als ich und versuchst, mir zu widersprechen. Das würde sich niemand aus meiner Umgebung trauen. Du sagst offen Deine Meinung. Keine der Frauen aus der Milchbar würde das wagen."
    
    „Würdest Du es denn dulden, oder hätte das nicht sofort drastische Konsequenzen für sie?", schoss es aus mir heraus.
    
    Yuri lehnte sich zurück und sah mich ernst an.
    
    „Respekt, darauf kommt es an! Du hast Respekt vor mir, das bemerke ich selbst in ...
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