-
No-LIMIT-Rooms 08
Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,
... Deinen Widersprüchen. Sollte mich allerdings irgendjemand respektlos behandeln, müsste ich reagieren. Ich bin nicht irgendwer, Nadia. Und ich habe mir meine Position hart erarbeitet. Aufsässigkeit kann und werde ich niemals dulden. Aber ich kann damit umgehen, dass Untergebene andere Ansichten als ich haben. Und ich nutze das auch für mich. Ich bin nicht so eingebildet, dass ich glaube, ich sei unfehlbar. Aber am Ende entscheide ich ganz alleine, mit allen Konsequenzen. Jeder Fehler kann mein letzter sein. Wenn ich meine Stellung verliere, werde ich nicht einfach arbeitslos oder gehe in Rente, ich werde umgebracht! Und das bringt mich wieder zum Ausgangspunkt zurück: Ich brauche Dich, Nadia! Du bist am ehrlichsten zu mir, redest mir nicht nach dem Mund und bist keine Jasagerin. Solche Menschen brauche ich in meinem Umfeld, auch um zu überleben. Solange Du dabei Deine Stellung beachtest und respektvoll zu mir sprichst, kannst Du mir, ganz offen, alles sagen. Wobei ich Kritik von Dir natürlich nur akzeptieren kann, wenn wir unter uns sind. Sobald jemand Anderes dabei ist, hältst Du Dich zurück, klar?" Seine letzten Worte sprach er in einem Tonfall aus, der mir klarmachte, wie ernst es ihm damit war, und was es für mich bedeuten mochte, wenn ich mich nicht daran hielt. Ich schluckte meine Widerworte hinunter und nickte, zum Zeichen, dass ich verstanden hatte. „Gut, da wir das geklärt hätten, werde ich einen Neuanfang mit Dir versuchen. Ich hoffe natürlich, Du erhältst ...
... Dein Gedächtnis bald wieder. Doch ich werde Dich nicht unter Druck setzen. Du hast letzte Nacht bewiesen, dass Du aufrichtig bereit bist zu arbeiten, das genügt mir, vorerst. Also gebe ich Dir noch etwas Zeit, Dich in alles einzuarbeiten. Selbst ohne dass Du Dein Gedächtnis zurückerlangst, solltest Du in einem Monat alle wichtigen Arbeiten in der Milchbar wieder ausüben können. Deine Stellvertreterin, Aigul, sollte Dir dabei eine große Hilfe sein. Ich werde auch zusehen, einen vertrauenswürdigen Arzt für Dich zu finden, der Dir möglicherweise helfen kann." Der Ober servierte uns den Hauptgang und entband mich damit einer unmittelbaren Antwort. Sobald wir wieder unter uns waren, nickte ich, zum Zeichen, dass ich verstanden hatte. „Das weiß ich zu schätzen, Yuri. Danke!" „Gern Geschehen! Lass es Dir schmecken!" Wir aßen schweigend, während ich über alles nachdachte. Irgendwie war alles anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Selbst Yuri war anders, als ich bisher den Eindruck gehabt hatte. Hier im Restaurant unterschied ihn nichts von den anderen Geschäftsleuten. Er schien kein brutaler Schläger, sondern durchaus feinsinnig und gebildet zu sein. Damit mochte er allerdings auch noch gefährlicher für mich sein. Er verfolgte seine Pläne und manipulierte andere Menschen. Und ich gehörte dazu. Als wir auf das Dessert warteten, sagte er plötzlich: „Wenn Du fleißig bist, bekommst Du am Ende des Monats eine Woche Urlaub! Ich werde für uns eine Woche in einem Spa ...