1. Beim Friseur


    Datum: 30.05.2023, Kategorien: Sex bei der Arbeit,

    Beim Friseur - Kapitel 1
    
    Mein Termin zum Haareschneiden war der letztmögliche. Donnerstag hatte der Friseursalon längere Öffnungszeiten, um auch berufstätig stark eingebundenen Kunden wie mir die Gelegenheit zu geben, an wenigstens einem Wochentag sich wieder vorzeigbar machen zu lassen. Der letzte Besuch war ein paar Wochen her und ich hatte meine eigene Frist von sechs Wochen bereits überschritten. Gegen 19 Uhr betrat ich den Laden, dessen elektronische Glocke mich den anwesenden Angestellten ankündigte. Im Laden war niemand zu sehen, weder eine Friseurin noch eine Kundin oder ein Kunde. Also blieb ich einen Moment unschlüssig stehen, kam mir vor wie ein Restaurant-Besucher in einem Lokal, in dem die Gäste durch jemand am Eingang empfangen und an einen freien oder reservierten Tisch geführt werden. "Wait to be seated", wie es in anglo-amerikanischen Lokalen hieß. Nur dass hier im Salon gerade niemand wartete.
    
    "Ich komme gleich!" rief eine weibliche Stimme aus einem Nebenzimmer, so dass ich zumindest darüber informiert war, dass sich gleich jemand meiner annehmen würde. Man muss wissen, dass ich immer einen Termin buche, ohne auf eine bestimmte Person zu bestehen, die mir die Haare schnitt. Mein Haar war nicht allzu kompliziert und meine Anforderungen beschränkten sich daher darauf, einen gleichmäßigen, akkurat konturierten Schnitt zu erhalten, der wenig Aufwand erforderte. Waschen, föhnen, ein bisschen Wachs oder Gel - fertig. Ich schaue mich um, vergewisserte mich ...
    ... ein weiteres Mal, dass ich der einzige Kunde war, was mich wirklich wunderte, waren doch die Abendtermine Wochen im Voraus vergeben. Auch ich musste bei jedem Besuch den nächsten Termin vereinbaren.
    
    Kann jemand nachvollziehen, dass man den Geruch in einem Friseursalon besonders mögen kann? All die Shampoos, Farben, Pflegemittel, Düfte an den Friseurinnen ergaben eine Melange, die zu meinen Lieblingsaromen zählten. Nichts roch verbraucht, abgestanden, gar verschwitzt. (Und wenn doch, ging ich in diesen Salon nicht mehr.) Auch das Gemurmel, wenn Kundschaft da war, die leisen und manchmal auch lauteren Unterhaltungen, gedämpfte Musik aus einem oder zwei Lautsprechern, die Eingangsglocke, wenn jemand kam oder ging. All das zusammen hob meine Stimmung schon beim Eintreten, wenn nicht sogar schon davor. So machte es mir nichts aus, dass ich nicht sofort in Empfang genommen und begrüßt wurde. Ich genoss einfach die Atmosphäre, die nachvollziehbarer Weise noch einmal anders war, wenn niemand sonst anwesend war.
    
    Beinahe erschrak ich, als Isabelle neben mir stand, deren Eintreten ich gar nicht bemerkte, so versunken war ich in meinen Gedanken. Es war doch Isabelle? Die Gesichter konnte ich mir gut merken, auch die Art und Weise, wie jemand die Haare schnitt, nur mit den Namen haderte ich. Jedes Mal musste ich spätestens beim Bezahlen nachfragen, damit ich mein Trinkgeld auch in das richtige Kässchen warf. Diese kleinen Münzsammler hatten in diesem Salon die Form von Tieren: eine ...
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