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Oh mein Gott was für eine Party
Datum: 27.06.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane,
... Mörder oder Vergewaltiger? Was will er und woher kommt er?" Diese und tausend andere wirre Fragen schießen mir durch den Kopf. Die gesamte Situation ist sowas von surreal und quer. „Nackte auf der Lichtung und nackte Julia im Loch", denke ich. Ich bin völlig überfordert und perplex. Bisher konnte ich mich auch keinen Millimeter bewegen und verharre nackt in der Senke. Neben mir ein fremder Mann und meine Gedanken fahren weiterhin Achterbahn. „Mach ruhig weiter und lasse dich nicht stören von mir", sagt er und schaut mich überhaupt nicht mehr an. Er schaut auf die Lichtung zum Pärchen. Ich stehe jetzt schnell auf, ziehe mein Bikinioberteil an und versuche mein Höschen auch wieder an den angestammten Platz zu bringen. Da ich total von der Rolle bin, klappt das Schleife binden überhaupt nicht. Ich halte das Höschen mit den Händen fest und zische ihm in scharfem Ton entgegen: „Klar mache ich weiter vor einem fremden Mann, der mich total erschreckt hat." „Oh, ich wollte dich nicht erschrecken, aber du warst so laut. Ich habe dir deinen Orgasmus versaut", spricht er sehr leise. „Es tut mir leid." Er dreht sich zu mir um und greift nach meiner Hand. Er zieht mich zu sich heran und dann schauen mich zwei tiefblaue Augen an. Von dieser Intensität des Blickes bin ich total überrascht. Diese Tiefe und diese Ausstrahlung beruhigen mich sofort. Ich schaue ihn mir genauer an und bin wieder völlig überrascht. Er trägt einen dunklen Anzug und ein schneeweißes Hemd. Dieser Anzug ...
... und der Mann darin verleihen ihm eine Ausstrahlung, obwohl er deutlich über 50 ist. Sein Haar ist kurz und graumeliert. Nur an seiner Stirn zeichnen sich kleine Falten ab. Attraktiv aber so in diesem Wald total deplatziert. Er dreht mich zu dem Pärchen um. Ich sehe, wie sie ihn gerade mit dem Mund befriedigt. Sie kniet vor ihm und ihr Mund umschließt seinen Schwanz mit ihren Lippen. Ihre Hände liegen auf seinem Po und scheinen ihn ordentlich zu kneten. Der Kopf bewegt sich Millimeter für Millimeter vor, bis er komplett in ihrem Mund verschwunden ist. Dieses Bild, was das Pärchen da auf der Lichtung abgibt, ist einfach nur antörnend. Dazu kommt noch sein Stöhnen, das vom Ohr bis in meinen Kopf dringt. Eigentlich will ich doch los, aber das Bild und seine sonore Stimme an meinem Ohr lassen mich einfach hier. „Sie kommen jeden Dienstag im Sommer her", spricht er leise in mein Ohr. "Ich schaue sie mir gerne an und wollte Sie nicht verschrecken", spricht er weiter. Seine Lippen berühren mein Ohr und sein Kinn meinen Nacken. Trotz der völlig absurden Situation ist das Gefühl nicht befremdlich, eher angenehm. „Ich muss los", sage ich leise vor mich hin. "Dann geh doch, Julia", erwidert er leise neben meinem Ohr. Dann berühren seine Lippen meinen Hals. Ganz sanft und mehr gehaucht als gedrückt. "Das geht nicht. Ich kenne dich nicht." Ich weiß, das ist der letzte Widerstand, den ich aufbringen werde. „Dann lass uns zur Strandperle gehen und uns kennenlernen", kommt ...