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Oh mein Gott was für eine Party
Datum: 27.06.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane,
... „„Mann mit Anzug läuft vor nackter geiler Frau davon". Gute Überschrift für die morgige Bild-Zeitung", denke ich schmunzelnd. Dann fällt mein Blick auf meinen Bikini, der sauber zusammengelegt links von der Senke liegt. Darauf lag ein Zettel: „Julia, es war sehr schön mit dir, aber leider musste ich los. Ich wollte dir deinen Orgasmus nicht schon wieder versauen. Falls du Hunger hast, geh in die Strandperle, sage deinen Namen und ich lade dich ein. Martin" Ich schaue den Zettel wieder an und drehe ihn in meiner Hand hin und her. Unschlüssig überlege ich, als ich meinen Bikini anziehe, was ich davon halten soll. Als alles wieder an seinem Platz ist, gehe ich den Waldweg in Richtung Strand zurück und erreiche nach ein paar Minuten mein Strandtuch. Dann springe ich schnell noch ins Wasser und hoffe, alle Spuren des Waldes an mir zu tilgen. Es ist einfach schön und ich schwimme im Wasser und innerlich auf einer kleinen Glückswelle dahin. Da sich aber doch langsam mein Magen meldet, überlege ich, das Angebot von Martin doch anzunehmen und die Strandperle zu besuchen. Also gehe ich schnell aus dem Wasser, packe meine sieben Sachen zusammen und ziehe mir mein Kleid über den Bikini. Als ich an der Strandperle angekommen bin, stelle ich fest, dass sie doch um 14:30 Uhr sehr gut besucht ist. Es ist auf der Terrasse kein freier Platz zu erkennen und ich bewege mich unschlüssig zwischen den Tischen hin und her. Gerade als ich die Chance schwinden sehe hier was zu ...
... essen, spricht mich ein Kellner an: „Hallo. Wie kann ich Ihnen helfen?" „Hallo. Ich bin Julia. Ein Bekannter sagte, ich soll mal vorbei schauen." „Ja, Herr Vogler hat Sie angekündigt. Bitte folgen Sie mir." Der Kellner dreht sich um und geht mit mir im Schlepptau in Richtung des Gästeraumes. Am hinteren Teil des Tresens geht eine kleine Treppe nach oben. Nach wenigen Schritten bin ich auf einer von Sonnensegeln geschützten Dachterrasse. Mich hat es quasi aus den Flip-Flops, denn das wusste ich nicht und das obwohl ich schon öfter hier am See und in der Strandperle war. Der Kellner verzieht keine Miene und sagt sehr trocken: „Dies ist der Mitgliederbereich." Dann dreht er sich um und zeigt auf eine Lounge-Ecke mit der subtilen Aufforderung, dass ich doch wohl dort Platz nehmen soll. Ich setze mich, wie gewünscht, und ohne dass ich mitbekommen habe woher, zaubert er eine Speisekarte in meine Hände. „Darf es was zu trinken sein?", lächelt er mich erwartungsvoll an. „Ja, danke. Ich würde ein Wasser nehmen." Dann verschwindet er und ich kann mich erst einmal hier umschauen. Es sind maximal 20-25 Plätze hier und alles ist wirklich sehr schön arrangiert. Es wirkt alles warm und steril zugleich. Der Boden ist aus Holz und überall stehen Pflanzen zwischen den Tischen. Es sieht fast so aus, als wenn man es als Insel abteilen würde. Den See kann man durch kleine Bullaugen sehen. Aber rüber schauen über die Wand in Richtung See kann man nicht. Die Wand ist bestimmt 2,30m hoch und ...