1. Oh mein Gott was für eine Party


    Datum: 27.06.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... es ein sauberes Toilettenhäuschen.
    
    Ich versuche mich damit abzulenken, das Gesehene noch einmal zu erklären. Leider klappt das nur semi-professionell. Als das kühle Nass durch die Sonne auch noch schwindet und ich die Wärme auf meinem Körper erneut spüre, beginnt das Kopfkino von vorn. Ständig öffnen sich in meinem Kopf die Bilder von dem Video. „Wie soll man das aushalten, wenn es immer mehr kribbelt?", frage ich mich im Stillen.
    
    Ich will jetzt kommen und das sofort. Keine Sekunde nachdem der Gedanke durch meinen Kopf geschossen ist, bin ich schon im Wasser und kraule zum Strand. Schnell zum Strandtuch gegangen und mir meine kleine Tasche geschnappt. Die Flip-Flops schnell an die Füße und dann mit schnellen Schritten vom Strand runter.
    
    Grob die Richtung zu den Toilettenhäuschen eingeschlagen und kurz davor ungesehen in den Wald geschlüpft. Es muss ja auch bei den wenigen Leuten am Strand nicht jeder Wissen, wohin ich gehe.
    
    Das Kribbeln im Becken steigert sich langsam, weil die Erlösung in greifbarer Nähe ist. Der Pfad führt mich langsam vom Strand weg. Trotz der Sonne fällt das Licht nur gebrochen zum Boden. Sofort spüre ich durch die Temperaturveränderung, dass meine Nippel hart werden.
    
    "Das nasse Bikinioberteil ist jetzt nicht hilfreich", schmunzle ich in mich hinein. Sanft führe ich meine Hände über die Brüste und bekomme tatsächlich eine Gänsehaut.
    
    Ich gehe den Pfad weiter entlang und versuche die Umgebungsgeräusche einzuordnen. Man hört nichts außer ...
    ... den typischen Waldgeräuschen. Der Strand und die Menschen darauf werden leiser und entschwinden in den Geräuschen des Waldes. Der Pfad schlängelt sich vor mir her und ich werde in Richtung der oberen Lichtung gehen. Diese Lichtung liegt aus der Sicht vom Ponton am weitesten links vom Strand entfernt. Die anderen Lichtungen liegen quasi direkt im Wald hinter dem Strand.
    
    Nach ein paar Minuten entlang des Pfades, wird der Wald wieder heller und ich spüre die Vorfreude in mir aufsteigen.
    
    Meine Flip-Flops ziehe ich aus und nehme sie in die Hand. Die Wärme in mir und der kühle Waldboden. Das ist eine herrliche Mischung für mich. Ich stelle mir schon jetzt vor, wie meine Hände an mir herunter und herauf gleiten. Der Orgasmus liegt schon in der Luft und deshalb gehe ich immer schneller in Richtung der Erlösung.
    
    Doch plötzlich bleibe ich wie angewurzelt stehen. "Das kann doch nicht wahr sein. Was zum Teufel machen die denn da?", blitzt es durch meinen Kopf. Mitten auf der Lichtung und eingerahmt in kleine Sträucher steht ein nacktes Pärchen.
    
    „Das ist meine Lichtung. Ich will endlich kommen und irgendjemand mag dich nicht, Julia", denke ich schnell, bevor ich mich hinter einem Strauch verstecke. „Verdammt! Sie hat in meine Richtung geschaut."
    
    „Da war jemand", höre ich die fremde Frau sagen. Ich hocke hinter dem Busch und sehe durch die Blätter hindurch, wie sie sich eine Brille aufsetzt. Sie schaut gefühlt direkt in meine Augen.
    
    „Ich sehe nichts", sagt der fremde Mann ...
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