1. Kumiho Na-Ri 02


    Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... in einem zerstückelten Körper steckte.
    
    Sobald Na-Ri in der Überwelt war, sah sie drei Leuchtpunkte, so man das überhaupt so benennen konnte: Ihren Kopf, ihren Körper und ihre Perle.
    
    In jeden konnte sie ihr Bewusstsein einfließen lassen, und dann begrenzt die Umgebung wahrnehmen.
    
    Sowohl um ihren Kopf, als auch ihren Körper herrschten Schwärze. Doch um ihre Perle herum war Leben. Sie klinkte sich in De-Yong ein, konnte sehen, was er sah und hören, was er hörte.
    
    Und wurde sehr wütend.
    
    * * *
    
    Innerlich war Taka nervös, zeigte es jedoch nicht. Gewohnt souverän gab er seine Befehle.
    
    Der verletzte Samurai marschierte hinter der Sänfte, die beiden anderen bildeten die Vorhut. Der Berittene etwa 30 Schritt vor ihnen, damit er sie rechtzeitig warnen konnte.
    
    Taka ritt neben der Sänfte, ständig misstrauisch in den Wald links und rechts blickend, ob sie nicht vielleicht in einen Hinterhalt ritten.
    
    Auch Ichimaru hatte die Arkebuse wieder geladen und griffbereit. Wenn auch diesmal nur mit einer normalen Kugel. Mit einem weiteren Kumiho war kaum zu rechnen.
    
    Na-Ris Körper hatten sie zwei Schritt unter der Erde begraben, von Jade-Amuletten in alle vier Himmelsrichtungen umgeben, und einem weiteren auf ihrer Brust. Dieser Körper würde sich selbst nicht wieder ausgraben.
    
    Abschließend hatten sie das Grab getarnt, damit auch niemand anderes es fand, und in Hoffnung auf Schätze, den Leichnam wieder ausbuddeln würde.
    
    Allerdings könnte es noch immer der Gestank ...
    ... verraten, sollte jemand gezielt danach suchen.
    
    Doch gab es wohl nur Einen, der das tun würde: Na De-Yong.
    
    In Gedanken ging Taka durch, was er tun musste, um auch diesen Offizier fangen zu können. Ihn konnten sie nicht mit dem magischen Amulett aufspüren.
    
    Der Mann war zwar nur ein einfacher Mensch, aber er wusste um die Kumiho, war ein überragender Schwertkämpfer und zudem wohl auch koreanischer Offizier. Taka würde nicht noch einmal den Fehler machen, diesen Mann zu unterschätzen.
    
    Und genau aus diesem Grund zogen sie nach Norden, nicht nach Süden. Seine Männer, sollte es Yoshimoto tatsächlich gelingen, sie zu erreichen, würden ihn nun zwar vergeblich hier auf der Straße suchen, aber auch der Koreaner würde sie nun nicht mehr finden, sollte er mit Verstärkung zurückkehren.
    
    Die Gefahr, welche ihnen jetzt drohte war, dass sie auf weitere koreanische Soldaten trafen.
    
    Doch bisher hatten sie nur Flüchtlinge eingeholt. Wenn Diese die Samurai erkannten, flüchteten sie in den Wald, oder drückten sich, wenn es keine Fluchtmöglichkeit gab, geduckt an den Wegesrand.
    
    Wenn Takas Karte einigermaßen genau war, würden sie am übernächsten Tag Panyio erreichen. Von dort aus konnten sie die Hauptstraße zur Hauptstadt nehmen. Inzwischen müsste auch die Vorhut der Armee in Richtung Panyio ziehen. In jedem Fall würden entweder seine Soldaten ihn in zwei oder drei Tagen eingeholt haben, oder sie würden auf die Vorhut der japanischen Armee treffen. In jeden Fall wären sie vor einem ...
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