1. Kumiho Na-Ri 02


    Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... endlich zu!"
    
    „Du bist nicht hier, Na-Ri. Lass mich schlafen. Ich bin müde! Und ich bilde mir nur ein, dass du mit mir sprichst!"
    
    Ein plötzlicher, innerer Schmerz durchzuckte ihn.
    
    „Ich bin in dir, du Dummkopf! Du trägst doch meine Perle in dir."
    
    Adrenalin durchströmte seinen Körper. Mit einem Mal war sämtliche Müdigkeit verschwunden.
    
    „Was willst du?"
    
    „Ich will, dass du mich wieder zusammenfügst!"
    
    „Gut, das habe ich auch vor."
    
    „Und warum rennst du so sinnlos hin und her?"
    
    Er war verwirrt. Sinnlos?
    
    „Ich laufe nicht sinnlos hin und her. Ich wollte deinen Kopf zurückerobern. Die Samurai stellen! Aber sie haben sich versteckt, lauern vermutlich irgendwo weiter südlich. Ich muss an ihnen vorbei gelaufen sein, daher gehe ich zurück. Und ich habe zwei Männer zurückgelassen, die mich nun begleiten. Sie dürfen nicht den Samurai in die Arme laufen!"
    
    „Du bist nicht an ihnen vorbei gelaufen. Sie sind weiter nach Norden gezogen."
    
    De-Yong war noch immer nicht sicher, ob er sich dieses ‚Gespräch' nicht einbildete.
    
    „Warum sprichst du erst jetzt zu mir?"
    
    „Weil du bisher einfach nicht zugehört hast!"
    
    „Wenn du in mir bist, wie kann ich da weghören? Ich bin sicher, ich bilde dich mir nur ein!"
    
    Wieder durchzuckte ihn ein Schmerz, wie ein Vibrieren.
    
    „Dann bildest du dir das ganz bestimmt auch ein! Mehr davon?"
    
    „Argh, hör auf! Nein, nicht mehr!"
    
    Na-Ris Stimme wurde immer deutlicher, als wäre sie zuerst 50 Schritt weit entfernt gewesen, ...
    ... und hätte nun sich nun auf einen Schritt genähert.
    
    „Moment Mal: Es lag überhaupt nicht an mir. Stimmts? Du konntest zunächst nicht mit mir sprechen. Du hast es versucht, aber nicht hinbekommen. Hab ich recht?"
    
    Schweigen.
    
    „Na-Ri, wenn ich dir helfen soll, dann lüg mich nicht an!"
    
    „Gut, ja, ich musste erst herausfinden, wie ich dich erreichen kann. Auch für mich ist das neu."
    
    Müde nickte De-Yong.
    
    „Gut. Also, was jetzt?"
    
    „Du musst meinen Körper ausgraben, meinen Kopf holen, und beide Teile zusammensetzen!"
    
    „So weit habe ich auch schon gedacht. Und wenn du mir vorher mal gesagt hättest, was ich in so einem Fall zu tun habe, falls dein Kopf abgetrennt wird, wären wir schon weiter. Ich erinnere mich zufällig daran, dass wir darüber gesprochen haben."
    
    Schweigen.
    
    Schließlich:
    
    „Ich habe dir doch gesagt, dass es mich nicht umbringt!"
    
    „War wirklich sehr ausführlich. Oder besser gesagt: War es nicht!"
    
    De-Yong konnte es nicht fassen, dass er sich sogar jetzt noch mit Na-Ri stritt. Ihr war immerhin der Kopf abgeschlagen worden. Außerdem begraben und ihr Kopf irgendwo weit entfernt.
    
    „Sprichst du gerne über Sachen, welche dir unangenehm sind?"
    
    Es gab Sachen, welche Dämonen peinlich waren?
    
    „Entschuldigung akzeptiert! Aber trotzdem: Was jetzt? Vorschläge?"
    
    „Ich habe meine Schwester zu Hilfe gerufen!"
    
    Wenn De-Yong nicht schon wieder munter gewesen wäre, wäre er es spätestens jetzt geworden.
    
    „Du hast eine Schwester?", fragte er voller ...
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