1. Kumiho Na-Ri 02


    Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... Auskunft geben.
    
    „Ja, der Kopf stinkt so. Wie müssen unbedingt etwas gegen den Gestank unternehmen. Wir brauchen Buttermilch. Wisst ihr, wo wir welche bekommen können?"
    
    Der Offizier schüttelte seinen Kopf.
    
    „Fragt bei der Verwaltung nach. Alle Lebensmittel sind beschlagnahmt. Ihr könnt passieren! Wenn ihr aber in Richtung Hauptstadt unterwegs seid, dann rate ich euch, mehr Männer zu rekrutieren. Wir haben ein Problem mit Rebellen, welche immer wieder kleine Trupps überfallen."
    
    Er wich zurück und gab den Weg frei.
    
    Taka nickte dankbar für die Information.
    
    „Bei diesem Thema fällt mir ein: Wenn dieser koreanische Offizier hier auftauchen sollte, nehmt ihn unbedingt fest! Er ist auf jeden Fall ein Rebell. General Yukinaga wäre auch darüber hocherfreut, und euch eine Belohnung sicher! Die Frau braucht euch nicht mehr zu kümmern."
    
    Damit überreichte er dem Mann seinen letzten Steckbrief.
    
    Der Offizier nahm den Zettel entgegen und verneigte sich, während Taka mit seinem Tross den Weg fortsetzt.
    
    Nun musste er ein Quartier finden, Buttermilch auftreiben und auf seine Männer warten. Sicherheitshalber würde er einen Boten schicken, falls sie noch nicht unterwegs waren. Das würde allerdings die Zeit seines Aufenthalts verlängern.
    
    Nun, wie er erfahren hatte, war der Krieg gewonnen. Er könnte die Pause also für ein wenig Vergnügen nutzen. Bald würde es gegen China gehen. Und irgendwie würde er hier bestimmt den Priester auch loswerden. Feindliche Städte waren ...
    ... immer gefährlich. Und Rebellen konnten überall zuschlagen.
    
    * * *
    
    Kazuki war froh, endlich in der Stadt zu sein. Hier gab es gewiss eine Möglichkeit, diesen arroganten Taka loszuwerden. Seine Entscheidung, ohne seine Soldaten loszuziehen, hätte beinahe mit ihren Tod geendet. Sie konnten von Glück reden, nicht auf versprengte koreanische Soldaten oder Rebellen gestoßen zu sein.
    
    Keinesfalls würde er weiter mit Taka reisen. Aber er sah auch nicht ein, dass der den Ruhm für Kazukis Erfolg einstreichen würde.
    
    Schon kam es zum ersten Streit.
    
    „Ich werde euch nicht den Kopf überlassen, damit ihr damit im Tempel wohnt, Ichimaru!"
    
    „Ihr habt kein Quartier erhalten, ich dagegen darf im Tempel nächtigen. Warum sollen wir alle unter freien Himmel übernachten? Und bei mir ist der Kopf in Sicherheit!"
    
    „Wer sollte hier einen stinkenden Kopf stehlen wollen? Ein Quartier wird uns bereits zugewiesen. Es dauert nur ein wenig!"
    
    Das war sehr optimistisch.
    
    Bürokratie, ob koreanisch oder japanisch, hatte ihr eigenes Tempo, und Taka nicht genug Geld dabei, um Entscheidungen zu beschleunigen.
    
    „Wie können ja zur Not alle im Tempel wohnen!"
    
    Die Ungeheuerlichkeit des Vorschlags ließ Kazuki nach Luft schnappen. Trotzdem schluckte er seinen Ärger herunter und grinste breit.
    
    Taka besaß noch immer Samurai. Kazuki nicht.
    
    „Nun, dann lasst uns gemeinsam zum Tempel gehen. Und morgen begeben wir uns auf die Suche nach Buttermilch, und einem Quartier für euch!"
    
    Damit war der ...
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