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Kumiho Na-Ri 02
Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... hatte. „Bei allem Respekt, auch ich bin in einer Notlage. Ich habe nicht mehr Silber!" Der Beamte mischte sich ein. „Nun, dann wünschen wir euch natürlich, dass ihr gute Geschäfte macht!" Er nahm den Zollschuldschein zurück und änderte die Summe. Dann reichte er das Dokument mit einem Lächeln zurück. De-Yong begriff, dass der Mann einen Anteil an der Zusatzgebühr erhalten würde. Wütend wandte De-Yong sich ab. Nun musste er wirklich Waren verkaufen. Und er hatte keine Ahnung, was er zu verlangen hatte. * * * Unvermittelt war Na-Ri wieder in ihrem Kopf gelandet. Es war so gewesen, als wäre sie hineingezogen worden. Und gewissermaßen war sie das auch. Ihre Kraft schwand. Und sie verlor ihren Anker in dieser Welt. Bald würde sie in ihre Sphäre verschwinden. Und in De-Yong zurückkehren. Unschön. Unschön beschrieb ihre gegenwärtige Situation allerdings auch. In Buttermilch versenkt, ständig das Gefühl zu ertrinken. Sie versuchte wieder, in De-Yong zu schlüpfen, was allerdings nicht gelang. Aber es war noch etwas anderes, was sie zurück in ihren Kopf gezogen hatte. Es war wie einätzender Nebel, welcher unangenehm auf ihrer Aura brannte. Ein Schutzzauber! Irgendwer wob ein Schutzfeld um sie und sperrte sie endgültig in diesen Kopf ein. Und irgendetwas anderes geschah mit ihr, was sie nicht verhindern konnte! Taka beobachtete wie die Miko, die Schrein-Dienerin ihren seltsamen Tanz aufführte. Dabei streute sie in vier Kohleschalen im Raum ...
... Kräuter, deren Geruch den Raum füllte. „Ichimaru, ich muss sagen, ihre Art der Dämonenbannung ist umständlicher als eure, aber zweifellos anmutiger!", bemerkte Taka, zum Dämonenjäger gewandt. Kazuki nickte nur höflich, antwortete jedoch nicht. Sie waren im Haus des Stadtkommandanten, General Hiroki Sakuraba, eingeladen, welcher vollumfänglich informiert werden wollte. Der Krug mit dem Kopf der Dämonin stand auf einem kleinen Tisch, um welchen die Miko nun tanzte. Endlich hatte sie ihre Darbietung beendet und nickte dem General zu, bevor sie sich zurückzog. „Nun, Miyahara, nun zeigt mir den Kopf des Dämons, welchen ihr so dringend General Yukinaga überbringen müsst!" Taka verbeugte sich tief und gab dann Kazuki das Zeichen, den Krug zu öffnen und den Kopf herauszunehmen. Damit degradierte er gleichzeitig Kazuki zu seinen Untergebenen, was dieser bemerkte, aber hier jetzt nichts gegen unternehmen konnte. Er schluckte seinen wachsenden Groll gegen diesen Mann herunter und öffnete umständlich den Krug. „General, dank meiner Zauberkräfte gelang es mir, den Dämon unschädlich zu machen, bevor er es schaffte, meinen Begleiter Taka Miyahara und dessen Männer alle umzubringen. Trotzdem starben dabei fünf erfahrene und kampferprobte Samurai! Der Dämon hatte die Form eines wunderschönen, nackten Mädchens, lasst euch also bitte nicht von den scheinbar harmlosen Anblick täuschen. Der Dämon ist keineswegs tot, nur gebannt!" „Ja, ja, schon gut," winkte der General ...