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Kumiho Na-Ri 02
Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... besser geschützt als zuvor. Ein unbemerkter Diebstahl völlig ausgeschlossen. So beschloss Taka, endlich seine Unterkunft aufzusuchen. Dort würde er zwangsläufig wieder auf Kazuki treffen, doch das nahm er in Kauf. Es war auch nicht verkehrt, den Priester im Auge zu behalten. Von einem seiner Männer, welcher den Auftrag hatte, den Priester im Auge zu behalten, wusste Taka längst, dass der am Vormittag bei der Schreindienerin gewesen war. Leider war der Mann anschließend von den Wachen des Generals vertrieben worden, sodass er nicht sagen konnte, wo der Priester anschließend gewesen war. Taka fehlte es hier an Spionen und Zuträgern, auf welche er in seiner Heimat immer zugreifen konnte. Auch die Samurai, über welche er nun verfügte, waren nicht alle zuverlässig. Die Meisten hatte er nur zugewiesen bekommen, und ihre Loyalität galt dem Daimyo, nicht Taka. Sie würden dem Oberbefehlshaber zweifellos alle seine vermeintlichen Fehler und Schwächen berichten. Seine eigenen Männer waren seit dem Kampf mit dem Dämon auf acht reduziert. Daher behielt er nur diese Acht in seiner unmittelbaren Umgebung, während er die Anderen nur zur Sicherung und Unterstützung einsetzte. Der Verlust der fünf guten Männer schmerzte Taka. Um so mehr, als er nun mit leeren Händen dastand. Der beim Kampf verletzte Samurai war immer noch nicht wieder gesund, obwohl nichts gebrochen schien. Ein Arzt meinte, dass die Sehnen verletzt worden waren, und die Heilung noch Wochen dauern konnte. Daher ...
... fiel dieser Mann als Kämpfer aus und war nun mit der Überwachung des Priesters beauftragt. Endlich erreichte Taka wieder die Unterkunft. Wie erwartet stand die Sänfte des Priesters davor. Mit schlechter Laune betrat er das Gebäude, nur um da drin Kazuki lächelnd, und mit glänzender Laune vorzufinden. „Miyahara, habt ihr einen guten Tag verbracht? Gesellt euch zu mir und trinkt einen Sake mit mir!", lud Kazuki den Samurai ein. Obwohl Taka den Mann verabscheute, nahm er das Angebot gerne an. Häufig genug verrieten Feinde ihre Absichten selbst, wenn sie betrunken waren. Die Spannung im Raum war beinahe greifbar, obwohl beide Männer scheinbar freundlich lächelten. „In der Tat habe ich selbst einen sehr guten Tag gehabt!", begann der Priester prahlerisch. „Sagt, Miyahara, wolltet ihr in mein Geschäft einsteigen?" „In euer Geschäft einsteigen?", fragte Taka verwundert. „Wie meint ihr das?" „Euer Bemühen, Dämonenkraut zu kaufen!" Die Worte durchzuckten Taka wie ein Schwerthieb. Irgendwie hatte Kazuki es herausgefunden. Er schien über irgendwelche Zuträger zu verfügen. Zweifellos einer seiner Männer. Einem von ihnen würde das später den Kopf kosten müssen. Trotzdem bemühte er sich, sich nichts anmerken zu lassen. „Ich habe keine Ahnung, was ihr meint!", behauptete er. „Ihr braucht euch nicht zu verstellen. Der Händler hat euren Namen genannt, und dass euer Mann den geforderten Preis nicht zahlen konnte!" Taka nahm sich vor, den Mann auf schärfste zu ...