1. Kumiho Na-Ri 02


    Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... Garten vor dem Anwesen auf ihn warten lassen sollte. Das erschien ihm eine gute Idee. Das würde öffentlich zeigen, dass er ein Offizier war.
    
    Sofort gab er einen entsprechenden Befehl, während er begann seine Kleidung für den Abend anzulegen.
    
    Es würde hoffentlich ein angenehmer Abend werden, trotz der schlechten Wetteraussichten.
    
    * * *
    
    Die Einladung in das Haus des Generals war überraschend schnell erfolgt. Schon am Nachmittag erhielt er die Aufforderung, dort Quartier zu beziehen. Ohne Taka zu informieren, begab er sich dorthin.
    
    Die Miko erwartete ihn bereist und wies ihm einen Raum, neben dem Raum mit dem Dämonenschädel zu, welchen er sich mit der Wachmannschaft zu teilen hatte. Das war allerdings völlig in Ordnung.
    
    Dankbar überreichte Kazuki der Schreindienerin das Päckchen, mit der vereinbarten Menge an Dämonenkraut.
    
    „Ich hoffe, der Tee wird dem General munden!"
    
    Teiko verbeugte sich tief. „Ganz sicher, und ihm bestimmt auch angenehme Träume sichern!"
    
    Mehr gab es nicht zu sagen, und so richtete sich Kazuki im Haus ein.
    
    Als er gerade vom Abtritt zurück kam, lief er der überraschten Gisaeng vom Markt in die Arme.
    
    „Oh, der berühmte Dämonenjäger Ichimaru!", begrüßte sie ihn. „Seid ihr heute Abend auch zu meiner Aufführung eingeladen?"
    
    Kazuki verneigte sich kurz.
    
    „Dame Ahri, ich bin erfreut euch wiederzusehen. Nein, leider bin ich sozusagen beruflich hier. Ich habe hier eine Aufgabe!"
    
    Sie schien einen Moment verblüfft.
    
    „Ihr seid ...
    ... nicht eingeladen? Das lässt sich bestimmt korrigieren!", sagte sie bestimmt. Dann nickte sie kurz und setzte ihren Weg fort.
    
    Kazuki nickte ebenfalls, trat zur Seite und wischte sich einen Schweißtropfen weg, als er ihr verstohlen hinterher sah. Was hatte diese Frau nur an sich, dass ihm so heiß wurde?
    
    * * *
    
    Die Musiker wurden beim Eintreffen gründlich auf versteckte Waffen durchsucht. De-Yong hatte die präparierte Nadel in die Hülle der Trommel gesteckt. Sie würde, selbst wenn sie entdeckt würde, nicht als ernsthafte Waffe erkannt werden. Aber tatsächlich fanden die Kontrolleure sie nicht einmal.
    
    Nach der Durchsuchung wurden sie in den Audienzsaal geführt, wo sie hinter einer Papierwand auf ihren Auftritt zu warten hatten. Es war ihnen nicht gestattet, die anwesenden Gäste zu sehen.
    
    Leise besprach sich De-Yong mit den erfahreneren Musikern, was sie wann, zu spielen hatten.
    
    Sie stimmten ihre Instrumente und spielten ein paar Stücke an. Zum Glück waren sie alle De-Yong geläufig. Als Trommler musste er sowieso nur den Takt bestimmen.
    
    Nach einiger Zeit schien sich der Raum mit Gästen zu füllen. Unvermittelt stand Yun hinter De-Yong.
    
    „Seid ihr bereit? Ich beginne mit Gesang, dann folgen einige Tänze. Danach etwas Pause. Anschließend von vorne!", begann sie, ganz wie eine professionelle Unterhaltungskünstlerin.
    
    De-Yong begriff verwundert, dass sie offensichtlich nicht nur die Rolle einer Gisaeng spielte, sondern wirklich eine war. Im Gegensatz zu Na-Ri schien ...
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