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Kumiho Na-Ri 02
Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... sie auch keine Abneigung gegen Kleidung zu haben. „Du, Trommler, auf ein Wort!", winkte sie ihn zur Seite. „Hast du getrunken?", fragte sie kaum hörbar. „Ja!", log er. „Gut. Also, der Kopf liegt im Querflügel, rechts vom Eingang. Es ist die zweite Tür rechts. Zwei Wachen, wie ich schon gesagt habe. Um Mitternacht erfolgt die Ablösung. Ich werde zusehen, die Feier bis nach Mitternacht am Laufen zu halten. Wenn ihr abzieht, schick die beiden Anderen schon vor, während du die Wachen ausschaltest und den Kopf raubst. Anschließend treffen wir uns wie vereinbart wieder am Schrein." De-Yong nickte, zum Zeichen, dass er alles verstanden hatte. Noch immer hatte er keine Ahnung, wie er zwei Samurai lautlos ausschalten konnte. „Dann los!", befahl Yun. * * * Gerade als Taka eintraf, begann es zu regnen. Seine Männer postierten sich unter dem Schutz eines Vordaches, während er hinein ging und dort in den Audienzsaal begleitet wurde. An der Tür zum Saal traf er gleichzeitig mit Kazuki ein. Beide Männer musterten sich einen Moment lang lauernd, unsicher, wem die Ehre gebühren sollte, zuerst eintreten zu dürfen. Mit einem Mal trat ein wunderschönes Mädchen zwischen sie. „Wollen die Herren nicht den Saal betreten? Ichimaru, wie ich sehe, haben sie doch noch eine Einladung erhalten. Ich freue mich wirklich. Und ich habe nicht vergessen, dass ich ihnen noch eine Vorstellung schulde. Wer ist dieser prächtige Samurai neben ihnen?" „Dame Ahri, darf ich ...
... ihnen vorstellen: Das ist Taka Miyahara, der Mann, der mich auf meiner Jagd nach dem Dämon begleitet hat." Yun entging weder die frostige Stimme noch die offensichtliche Beleidigung des Samurai durch den Priester. Das war sicher noch ausbaufähig. „Ist das wahr? Ihr seid also ein mutiger Krieger, der sich furchtlos mit einem Priester auf Dämonenjagd begibt?" Taka nickte kurz, mühsam vor unterdrücktem Zorn zitternd. „Tatsächlich war ich es, welcher den Dämon gejagt und ihn schließlich auch geköpft hat!", stellte er frostig klar. „Ist das so?", tat Yun überrascht. „Das verspricht ein spannender Abend zu werden, wenn ihr von euren Abenteuern erzählt!", lächelte sie die beiden Männer an, trat dann an ihnen vorbei, und vor ihnen in den Audienzsaal. Es dauerte einen Moment, bis beide Männer begriffen, dass sie sich damit als höher gestellt gezeigt hatte. Eilig traten sie gemeinsam durch die Tür, sich beinahe gegenseitig im Türrahmen blockierend, während General Sakuraba amüsiert die Szene von seinem erhöhten Stuhl aus beobachtete. Diese Ahri war einfach nur köstlich. Sie hatte ihm einzigartige Unterhaltung versprochen und schien tatsächlich Wort zu halten. Wenn es nur nicht mehr so lange dauern würde, bis er sie wieder für sich ganz alleine haben würde. Noch nie hatte sich Sakuraba so die Nacht herbeigewünscht. Zögernd setzte die Musik ein, und die Gisaeng begann zu tanzen. Ein Zaubertanz, welcher nicht nur Männern den Kopf verdrehen konnte. * * ...