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Kumiho Na-Ri 02
Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... treffen: Sollte sie ihre Kraft aufsparen, oder De-Yong noch etwas abgeben? Egal wie, wenn sie nicht innerhalb kürzester Zeit neue Kraft erhielt, indem De-Yong Blut trank, und sie dann von ihm, würde sie entschwinden und er war verloren. * * * De-Yong sah sich bei dem Schrei nicht um, sondern griff weiter den Samurai vor ihn an. Mit einem überraschenden Satz überwand er die Distanz, und zog das Schwert unter der abwehrenden Klinge des Mannes durch, halbierte ihn quasi mit einem Hieb, knapp oberhalb der Hüfte. Erst dann wandte er sich um, leicht an der Schulter blutend, wo ihn die kraftlose Klinge des sterbenden Kriegers noch getroffen hatte. In der Tür standen der Offizier und der Priester leicht schräg dahinter. „Das ist der Kräuterhändler!", rief der Priester, nachdem er seine Überraschung überwunden hatte. „Nein!", knurrte Taka, während er sein Schwert zog. „Das ist der gesuchte Koreaner!" Er war vorsichtig geworden, als er gesehen hatte, wie scheinbar spielerisch dieser Mann die beiden Samurai erledigt hatte. Taka spürte den Einfluss des Alkohols und war sich bewusst, das der Mann vor ihm ihn durchaus überlegen sein konnte. In diesem Moment stürmten zwei weitere Soldaten heran, alarmiert von Takas Warnruf. Taka hatte keine Bedenken sie vorzuschicken. „Dort ist ein koreanischer Spion und Attentäter. Wenn möglich lasst ihn am Leben, damit wir ihn verhören können!" Die beiden Soldaten zögerten nur kurz, im Angesicht des offensichtlichen ...
... Feindes, den Befehl dieses ihnen nicht vorgesetzten Samurai zu befolgen. Nacheinander sprangen sie, mit gezückten Schwertern an Taka vorbei, in den Raum, wo sie bereits von dem Koreaner erwartet wurden. De-Yong hielt sich nicht mit Finesse und Schwertkunst auf. Er ergriff mit der einen Hand einen Eimer und warf diesen den ersten Gegner entgegen, während er direkt hinterher stürmte, das Schwert vorgestreckt. So simpel dieser Angriff war, so wirksam war er auch. Der Mann konnte auf dem beengten Raum im Türrahmen nicht gleichzeitig beiden Angriffen ausweichen und parieren, De-Yongs Schwert durchborte ihn in Höhe der Bauchschlagader, was ihn augenblicklich bewegungsunfähig werden ließ. Der zweite Samurai nutzte jedoch diesen Moment, um seinerseits De-Yong zu attackieren. Doch dieser duckte sich beinahe spielerisch unter dem Hieb weg, zog das Schwert aus dem Sterbenden, drehte sich, und schlug dem Zweiten beide Unterarme mit dem Schwert ab. Das Ganze hatte nur Augeblicke gedauert, und De-Yong war bereits wieder in den Raum zurückgewichen, als die beiden sterbenden Samurai zu Boden sanken. Das Schwert drohend auf den Offizier gerichtet, griff sich De-Yong die Kiste mit dem Kopf und wich in Richtung Fenster zurück. „Unternehmt doch was!", befahl der Priester. Doch Taka blieb regungslos mit dem ausgestreckten Schwert in der Hand stehen, beobachtete, wie der Koreaner die Kiste wieder abstellte, um nach hinten tastend, das Fenster zu öffnen. Er wollte einen Moment ...