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Kumiho Na-Ri 02
Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... der Unaufmerksamkeit ausnutzen. Das Schicksal der beiden anderen Samurai hatte ihn endgültig gewarnt, dass er im Moment diesem Kämpfer nicht gewachsen war. Doch der Mann hielt sich nicht groß auf, die Fenster umständlich zu entriegeln. Mit unglaublicher Kraft riss er den Riegel ab, ergriff die Kiste, und stieg rückwärts durch das Fenster. Nun erst lief Taka in den Raum. Durch das Fenster hinaus rief er nach seinen Männern, bevor er selbst hindurch stieg und die Verfolgung des Mannes aufnahm. Er würde ihn ganz gewiss nicht entkommen lassen. Doch kaum draußen, musste er erkennen, dass der Mann auch verdammt schnell laufen konnte. Und alle anderen Wachen, welche um das Anwesen postiert, es sonst bewachten, die den Flüchtenden noch hätten aufhalten können, waren verschwunden. Taka blieb fluchend vor der mannshohen Hecke stehen, über welche der Flüchtige mit einem Satz gesprungen war, während ihn seine Männer erreichten. Seitlich von ihm stürzte laut krachend ein Teil des Daches ein, während Flammen aus dem Gebäude schossen. Und in der Ferne sah er eine feurige Gestalt über die Dächer springen. Der Mann war offensichtlich nicht alleine gewesen. Er hatte einen weiteren Dämon zur Unterstützung. Taka steckte das Schwert ein und befahl seinen Männern, ihm zu folgen. Der Flüchtende würde zweifellos aus der Stadt wollen. Dort mussten sie ihn kriegen. Atemlos vom Rennen erreichte ihn der Priester. „Miyahara, ich glaube, in dem Mann steckt auch ein Dämon!", ...
... keuchte er. „Was sagt ihr da?", fuhr Taka ihn an. „Der Mann war so schnell und stark, er muss die Kraft eines Dämons in sich tragen.", erklärte Kazuki. „Der kann mit Leichtigkeit alle eure Männer besiegen!" „Und wie hat er die Kraft bekommen?", fragte Taka ungläubig. „Ein Dämon muss sie ihn geliehen haben, möglicherweise der, dessen Kopf er nun gerade gestohlen hat." Taka fasste sich an den schmerzenden Kopf. Hatten sie es nun mit drei dämonischen Wesen zu tun? Er fluchte innerlich heftig, als er die Konsequenzen begriff. „Ichimaru, kommt mit, wir müssen die Dämonen fangen, und ich brauche eure Hilfe. Anschließend werden genug Dämonenköpfe da sein, damit wir uns nicht mehr streiten müssen!" * * * Kaum in der nächsten Gasse angekommen, warf De-Yong das Schwert fort. Als bewaffneter Koreaner würde es ihn zum Ziel eines jeden, zufällig herum laufenden Samurai machen. Und kämpfen konnte er keinesfalls mehr. Die letzte dämonische Kraft hatte er für den Sprung über die Hecke verbraucht. Nun schleppte er sich mehr zum Treffpunkt, als dass er lief, die Kiste mit Na-Ris Kopf fest an sich gedrückt. Blut sickerte aus den Schnitten, welche er im Kampf und bei der Flucht bekommen hatte. Nicht alle hatte er im Eifer des Kampfes bemerkt. Doch nun schmerzten sie und behinderten ihn zusätzlich. Zu seinem Glück war die ganze Stadt nun im Aufruhr. Feuertrommeln schlugen und die Gassen füllten sich mit panischen Menschen. Ein verletzter Mann mit einer Kiste fiel ...