1. Die Mitte des Universums Ch. 114


    Datum: 19.12.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... auch verstanden hatte, aber nachdem er sich die Szene wohl vorgestellt hatte, lachte auch er herzerfrischend, aber wir hörten zur gleichen Zeit die Tür unten kreischen. Nguyet war offenbar zurück, und wir würden nun erst einmal essen und dann zum sinnlichen Grund unseres Treffens tauchen. Aber das mit dem Pissen hier auf der Bank im Flur wäre geil. Obergeil. Absolut phänomenal.
    
    So gingen wir wieder einen Stock nach unten und nahmen dann Nguyet die Tüte mit dem Essen ab. In der Küche auf dem Tisch stand schon der Beutel mit dem Bier und Eis, was sicher Hoang besorgt hatte. Nguyet schmiss den Herd an, wohl, um das Essen aufzuwärmen oder etwas, das sie vorbereitet hatte, zu frittieren. Wir setzten uns, machten uns zwei Bier auf, und Mavel fragte, ob sie nicht eine Cola haben könnte. So stand ich nochmal auf, aber dann hatten wir unsere Runde gefunden. Ich steckte mir eine Kippe an, während Nguyet alles auf den Tisch stellte, das wir in zehn Minuten mit nach oben nehmen würden. Hoang plauderte mit Nguyet über die zwei, drei Meter zwischen dem Tisch und dem Herd hinweg, und ich überlegte, worüber ich den mit Mavel reden könnte. Ich wollte die nächste Stunde nicht planen, Mavel aber auch nicht bitten, mir jetzt schon die Geschichte zu erzählen, die ihr an der Schule widerfahren war, weil Nguyet ja noch drüben am Herd stand.
    
    „Irgendwie ist die Idee mit dem Versteckspiel reizvoll, gerade, wenn ich mir vorstelle, dass man ja nicht weiß, wen man zuerst findet ..." begann ich ...
    ... nun. „Das kann prickelnd sein, weil ja vielleicht auch die Gesuchten von jemandem Bestimmten gefunden werden wollen ... wobei ich mir das Warten wiederum nicht wirklich erotisch vorstelle," sinnierte ich.
    
    Mavel überlegte: „Ach, na ja, spannend wäre das schon, finde ich. Aber ja, ich weiß auch nicht ... vielleicht könnten ja zwei sich zusammen verstecken ..."
    
    „Das würde sich vielleicht so ergeben ... die könnten dann ja schon ein bisschen anfangen mit der Sinnlichkeit," kam mir gleich noch eine weitere Idee.
    
    „Sind aber nicht die ganzen anderen Zimmer leer?" hakte Mavel nach.
    
    Offenbar wollte sie den Faden weiterspinnen. Schön.
    
    „Naja, ein paar Möbel und extra Matratzen haben wir ja noch ... die könnten wir ja dann verteilen. Oder, ich hab's: Wir spielen mal Puff!" schoss es mir gleich noch durch den Kopf.
    
    Mavel lachte, wand aber nun ihrerseits ein, dass sie noch nie in einem Puff gewesen war.
    
    „Na ja, siehste ... gerade deshalb. Wir könnten ja drei, vier Zimmer mit verschieden Vorlieben-Themen versehen und dann ..."
    
    Ich kam nicht dazu, den Gedanken zu Ende zu spinnen, weil Nguyet an den Tisch getreten war und mir einen Teller mit frittierten Fischbuletten in die Hand drückte. Nachdem sich Mavel ihren Rucksack schwungvoll über die Schulter geworfen hatte, bekam sie die beiden Schüsseln mit den Soßen auf einem Teller mit geschnippelter Gurke, während Nguyet Hoang bat, sich doch das Bier und Eis zu schnappen. Wir warteten, während Nguyet für uns alle Schüsseln ...
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