1. Das rote Band und der Wunsch


    Datum: 21.04.2024, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... merkwürdig mit der Frau."
    
    „Die hat auch komisch gerochen, irgendwie nach alten Lappen." Der erste Mann lachte auf. „Als ich die dann gefragt habe, ob sie Hilfe braucht, meinte sie nur: Sie nicht, aber das junge Fräulein im Hinterzimmer. Sie warte nur auf mich."
    
    „Auf dich? Das ist ja komisch. Sagte sie wirklich auf dich?"
    
    „Ja, glaube mir, sie sagte, auf mich, nicht auf den Bus. Ich bin dann rein und habe Rigobert abgelöst. Als ich ihn nach dem Hinterzimmer gefragt habe, tat er, als hätte er es fast vergessen. Aber ich sollte mich nicht darum kümmern, die Ware würde morgen abgeholt werden."
    
    „Die Ware?! Die Kleine ist doch keine Ware."
    
    „Das habe ich auch gemerkt, als ich in das Zimmer gesehen habe. Ich habe extra kein Licht angemacht, das aus dem Gang reichte aus. Ich erkannte sie erst fast nicht, die ist über und über mit Sperma und Kot beschmiert wie du siehst. Doch dann erkannte ich, dass es die Enkelin von der Frau Doktor ist. Ohne Doktor Leonhardt wäre ich wahrscheinlich in der Klapse gelandet. Du weißt doch noch, damals, nachdem meine Julie bei dem Unfall verunglückt ist, hat mir Frau Doktor geholfen. Auch mir diese Bar hier finanziert."
    
    „Ich weiß, habe den Vertrag ja selbst aufgesetzt."
    
    „Genau deswegen habe ich dich auch angerufen."
    
    „Gut, dass du das gemacht hast. Wir müssen sie hier wegschaffen. Am besten zu ihr nach Hause. Wer weiß, was die mit ihr vorhaben."
    
    „Bestimmt nichts Gutes. Die ‚Dark Horses' haben Beziehungen zur Mafia. Die kaschen ...
    ... junge Frauen von der Straße für den Frauenhandel. Die wäre morgen unterwegs nach Osteuropa. Da hätte sie niemand gefunden."
    
    „Was machen wir mit ihren Klamotten. Die Dreckskerle haben sie zerschnitten."
    
    „Verbrenne sie hinter dem Haus. Am besten keine Spuren hinterlassen. Dann bleibt sie halt nackt. Hauptsache sie kommt hier raus. Fass mit an, wir tragen sie in meinen Wagen."
    
    „Okay. Warte, ich schließe vorne ab. Wir nehmen den Hinterausgang."
    
    * * *
    
    Sie zogen Leonie aus dem Auto. Ihre Hand- und Fußgelenke waren noch immer mit Kabelbindern gefesselt und zusätzlich der Mund und die Augen mit Gaffer Tape zugeklebt. Die zwei Männer legten sie kurzerhand in das Unkraut am Straßenrand. Ein paar Sekunden später hörte sie, wie sie einstiegen und wegfuhren.
    
    Leonie lag ein paar Minuten lang schweigend und reglos da. Sie begann zu zittern. Das verspritzte Sperma sickerte aus ihr heraus und sammelte sich um ihren Arsch. Dann hörte sie, wie sich jemand näherte. Sie wusste nicht, ob es Tag oder Nacht war. Jedenfalls war sie noch immer nackt und ihr Körper voll mit Sperma.
    
    Als Erstes vernahm sie einen modrigen Geruch, dann legte sich eine warme Hand auf ihren Bauch. Gleichzeitig erklang ein glucksendes Lachen. Es war die Stimme der alten Frau von der Bushaltestelle.
    
    „Vergehen wird dein Leid,
    
    Doch die Lust, die bleibt,
    
    Erfüllt sei der Wunsch, du hast gehegt,
    
    Du bist jetzt auf den rechten Weg."
    
    Vor Angst gab Leo keinen Ton von sich. Sie hielt die Luft an und ...