1. Gut Jaspis (Teil 02)


    Datum: 12.09.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... Handy in das linke Körbchen meines BHs, damit, falls noch eine Antwort von Phil kam, nicht mitten am Essenstisch das Display aufleuchtete und ich Gefahr lief, dass meine Mutter und mein Vater irgendetwas davon mitbekamen. Dann durchquerte ich den Flur und steuerte das Esszimmer an, wo ich noch einmal mein Sommerkleid glattstrich, mein lockiges Haar ordentlich zu einem strammen Pferdeschwanz zusammenband und sodann gegenüber von ihnen gesittet Platz nahm, während sich meine austretenden Lustsäfte bei dem Gedanken an den morgigen Abend den Weg entlang meiner nackten Beine bahnten.
    
    Das Abendessen verlief relativ unspektakulär. Mein schlechtes Bauchgefühl schien sich zu meiner Erleichterung nicht zu bestätigen. Mein Vater war ziemlich still, machte jedoch keine Anstalten, irgendwelche „Nettigkeiten" in meine Richtung von sich zu geben. Meine Mutter wirkte zwar etwas angespannt, war jedoch deutlich kommunikativer. Sie erzählte aufgebracht von einer neuen Arbeitskollegin, die sich aufführte, als sei sie bereits seit 10 Jahren dort.
    
    Normalerweise war sie nicht der Typ dafür, ein schlechtes Wort über andere Menschen zu verlieren. Wenn sie sich ärgerte, egal ob im Kreis der Familie oder im Job, ließ sie es sich meist nicht anmerken und schwieg lieber. Das war einfach ihr Naturell. Unschöne Dinge hatte sie immer eher heruntergeschluckt. Nicht mal, wenn einer ihrer Kollegen offensichtlich unfair mit ihr umsprang, oder sie zu Unrecht von einem Kunden vollkommen überzogen ...
    ... angegangen wurde, versetzte sie das in Rage.
    
    Das sah bei mir schon ganz anders aus. Ich war zwar grundsätzlich ein eher genügsamer, aufgeschlossener und fröhlicher Mensch, doch manchmal ging mein Temperament dennoch mit mir durch. Da reichte es so manches Mal schon, wenn ich mitbekam, dass sich eine versnobte Rentnerin, die meiner Meinung nach genug Zeit hatte, sich einen etwas günstigeren Zeitpunkt zu überlegen, dazu entschloss, punktgenau zur Mittagspausenzeit im städtisch gelegenen Supermarkt in aller Seelenruhe ihren kompletten Wochengroßeinkauf zu tätigen und den armen Berufstätigen, die einfach nur mit ihren zwei Teilen schnell wieder aus dem Laden raus wollten, um sich ihr essen noch schnell vor dem nächsten Termin genehmigen zu können, nicht mal an der Kasse den Vortritt gab.
    
    Wenn ich voller Wut und Unverständnis solch eine Situation zu Hause zum Besten gab und sagte, dass ich mir sogar fast sicher war, dass solche Leute das doch mit Absicht machen mussten, weil sie vielleicht sonst keine Form der Genugtuung mehr erfuhren, tadelte mich meine Mutter sogleich. Sie hatte dann immer gepredigt, dass alle Menschen ihre vorteilhaften, aber auch unangenehmeren Charakterzüge an sich hatten und dass man nie vorschnell urteilen sollte. Um ihre Argumentation noch zu unterfüttern, hatte sie dann gerne dramatische Beispiele gebracht, wie: „Wer weiß, vielleicht konnte die ältere Dame wirklich nur zu dieser Zeit einkaufen gehen und hatte selbst keine zeitlichen Kapazitäten, andere Leute ...
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