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Gut Jaspis (Teil 02)
Datum: 12.09.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... an der Kasse vor zu lassen, weil sie direkt im Anschluss an ihren Einkauf, ihren krebskranken Mann zur Chemotherapie fahren musste. So etwas kannst du nie mit Gewissheit ausschließen, also solltest du nicht zu voreilig über Leute urteilen!" Ich wusste, dass meine Mutter es nur gut meinte und es einfach ihrer Art entsprach, in allen Menschen erst einmal das Gute zu sehen. Doch so manches Mal machte mich das noch wütender, weil es nur ein weiterer Aspekt war, bei dem ich zurückstecken und mich so verhalten musste, wie andere es von mir erwarteten. Nicht mal meine Meinung konnte ich frei äußern. Alles wurde zensiert und reglementiert. Umso ironischer und heuchlerischer kam es mir vor, dass sie nun, wie ein Rohrspatz über ihre neue Kollegin schimpfte. Ich konnte mir allerdings gerade noch einen bissigen Kommentar verkneifen, da ich vermutete, dass sie einfach nur zwanghaft versuchte, die Stille im Raum zu füllen, damit erst gar nicht anderweitige unangenehme Gesprächsthemen aufkommen konnten. Außerdem wollte ich die Stimmung nicht verschlechtern, da ich ja schließlich bezüglich des morgigen Abends noch ein Anliegen hatte, was ich anbringen wollte. Natürlich würde ich dabei nicht die Wahrheit sagen und hatte mir bereits eine geeignete Alternativerzählung zurechtgelegt. Als ich diese gedanklich nochmal durchging und innerlich meine Wortwahl übte, um möglichst unauffällig und beiläufig zu klingen (was mir aufgrund meiner nach wie vor kribbelnden, feuchten Pussy eh schon ...
... schwer genug fallen würde), riss mich meine Mutter aus meinen Gedanken, da sie das Wort an mich richtete: „Lilly, wie sehen eigentlich deine Pläne für morgen aus? Ich hatte mir überlegt, dass es ja nett sein könnte, wenn du dir ein Gericht deiner Wahl aussuchen würdest, was ich dann koche. Gerne auch mit einem leckeren Nachtisch, wenn du möchtest! Denn immerhin werden wir ja in Kürze nicht mehr so einfach gemeinsam bei Tisch sitzen können." Darauf war ich nicht vorbereitet gewesen. Ich zögerte und überlegte schnell, ehe ich antwortete: „Danke, Mama das ist eine echt gute Idee und ich würde sehr gerne mal wieder dein berühmt berüchtigtes Zitronenhähnchen mit Ofengemüse essen. Allerdings wollte ich noch erfragen, ob wir das Essen morgen ausnahmsweise vielleicht auf mittags verschieben können. Ich muss morgens noch ein paar letzte Erledigungen in der Stadt machen und abends wollte ich gerne noch beim Rosenhof vorbeischauen. Dort bin ich all die Jahre schließlich mit Abstand am häufigsten gewesen und ich fände es wirklich unpassend und undankbar, angesichts der Möglichkeiten, die mir dort immer entgegengebracht wurden, wenn ich einfach verschwinden und mich nicht vernünftig von den Tieren und der Eigentümerin des Hofes verabschieden würde. Eine Frau, deren Pferd ich lange betreut habe, hat mir außerdem im Vertrauen erzählt, dass ein paar weitere Damen aus dem Stall wohl auch eine Art winzige Abschiedsfeier für mich geplant haben, um sich ebenfalls für meine langjährige ...