1. Doro 06: Preis der Freiheit


    Datum: 29.09.2024, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... sie im Bau erlebt und getan hatte. Nie würde sie ihre Zellengenossin und die Tage und Nächte mit ihr vergessen. Wie sie sich ihr bedingungslos unterworfen hatte. Und wie sie dafür mir unendlicher Lust und unvorstellbaren Höhepunkten belohnt wurde. Der Nachhall des Erlebten ließ in ihr unwillkürlich eine lodernde Hitze aufsteigen. Gleichzeitig biss sie sich auf die Lippen. Es sich selbst oder jemandem anderen zuzugeben, dass sie sich danach zurücksehnte, wäre völlig undenkbar.
    
    Dennoch sehnte sie sich danach, dass er weiterredete, dass er in Worte kleidete, was aus ihr geworden war. Sie war abgrundtief verkommen, verdiente es, bestraft zu werden.
    
    *
    
    Thomas hatte sie augenblicklich erkannt, als sie durch das Tor getreten war. Die kleine Rotblonde war der neue Star im Internet. Ihre Videos waren wahnsinnig scharf. Und wenn man ihrem Profil auf der Webseite Glauben schenken konnte, war sie noch Jungfrau. Zumindest gab es keine Videos von ihr mit Männern. Aber der Lesben-Sex war irre heiß. Und die BDSM-Filmchen mit ihr und der reiferen Partnerin gehörten zum Besten, was er je gesehen hatte.
    
    Ohne zweimal nachzudenken hatte er entschieden, einen Umweg zu fahren. Man hatte ihm keine Frist gesetzt. Er riskierte nichts, wenn er seine Fracht spät ablieferte.
    
    Er steuerte diesen einsamen Ort an, den er vor Kurzem entdeckt hatte, ziemlich abgelegen und kaum einsehbar, wo offenbar seit ewiger Zeit niemand mehr hinkam. Was genau er dort mit ihr anstellen würde, wusste er zu ...
    ... Beginn noch nicht. Ihm würde schon etwas passendes einfallen, da war er sich sicher.
    
    Unglücklicherweise durfte er sie nicht anfassen, da war sein Boss eindeutig gewesen. Dessen Anweisungen missachtete man nicht, wenn einem das Leben lieb war. Aber mit ein bisschen Fantasie könnte er dennoch seinen Spaß haben.
    
    So wie die Braut hier und jetzt vor ihm stand, drückte alles an ihr pure Unterwürfigkeit aus. Das kam ihm entgegen. Er verabscheute körperliche Gewalt, aber Worte waren seiner Meinung nach ohnehin wirksamer. Er blinzelte ihr zu.
    
    „Also wenn ich so lange im Knast sitzen würde, wüsste ich genau, was ich als allererstes machen würde, wenn ich rauskomme. Ich würde schnurstracks zu meiner Freundin gehen und nachholen, was ich verpasst hätte. Hast du eigentlich einen Freund? Sehnst du dich nach ihm? Oder vielleicht eine Freundin?"
    
    Doro wollte vor Verlegenheit am liebsten unsichtbar sein. Die Fragerei des Fremden weckten Bilder und Erinnerungen, die widersprüchliche Gefühle in ihr auslösten. Einerseits kribbelte es in ihrem Bauch und sie wünschte sich, ihre große Freundin wäre hier, würde sie packen und Hand an sie legen, andererseits schämte sie sich genau dafür in Grund und Boden.
    
    „Ich wette", fuhr er fort, „so hübsch, wie du aussiehst, hattest du jede Menge Verehrer, bevor du verknackt wurdest. Besonders als Touristin kann man in diesem Land ja richtig viel Spaß haben. Ich kann mir gut vorstellen, wie du das genossen hast, von den sonngebräunten Jungs umschwärmt zu ...
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