1. Besserungsanstalt 01 - Enttarnt


    Datum: 04.03.2025, Kategorien: Schwule

    ... sie ihn enttarnt hatten, als Schwuchtel. Jeder wusste es. Und sie hatten recht. Er selbst wusste es schon lange, dass er heimlich nach den nackten Burschen spähte.
    
    Und es stimmte. Er war eine devote Schwuchtel, die Schläge verdiente. Jeden Abend träumte er davon -- und doch fürchtete er sich davor. Zu sehen, wie andere Schläge bekamen, trieb ihm das Blut in die Hose. Er wusste, dass er von Schlägen träumte, und dennoch hatte er schreckliche Angst davor. Aber nun war es unausweichlich. Hier in der Anstalt war der Stock schnell zur Hand. Und nun hatte es ihn erwischt.
    
    Dachmann hatte es gesagt. Und was der sagt, das wird gemacht. Der Rohrstock wartete, wenn nicht gar Schlimmeres. Er war nur noch ein Stück Zuchtfleisch auf Urlaub. Sein weißer Po war die längste Zeit so zart gewesen. Eigentlich war er eine geprügelte Masse, er wusste nur noch nichts davon.
    
    Was würden sie noch alles mit ihm machen, jetzt wo sie wussten, dass er eine Schwuchtel war? Er hatte das noch nicht miterlebt, wie eine andere enttarnt wurde. So einfach war es gewesen und sie hatten ihn entdeckt. Er spürte, dass nichts mehr so sein würde, wie zuvor. War das Leben in der Anstalt nicht schon schwer genug gewesen? Nun war er Freiwild. Es gab niemand, der für ihn eintreten würde. Er brauchte dringend einen Beschützer, am besten, so einen großen, starken, von dem er immer geträumt hatte.
    
    * * *
    
    Vor dem Seiteneingang musste der Bengel nackt in gebückter Stellung warten, während Mahrzahn nach dem ...
    ... Schlüssel suchte.
    
    Burschen marschierten vorbei. Er hörte ihr Stampfen auf dem Kiesweg. Sie hielten inne.
    
    „Ich glaub, die haben ne Schwuchtel enttarnt."
    
    „Bei dem hatte ich schon immer so eine Vermutung."
    
    „Kannst dir ja einen von ihm lutschen lassen."
    
    „Ej, keine Witze!"
    
    „Na, ich hoffe, der kriegt's ordentlich."
    
    „Die Schwuchteln, die gucken immer heimlich unter der Dusche."
    
    „Sei doch froh, dich schaut ja sonst keine an."
    
    „Ej, pass auf!"
    
    Mahrzahn zerrte ihn die Treppe hoch, den breiten Gang entlang vor seine Stube. Die Stubenkameraden waren bereits da. Sie saßen am Tisch, spielten Karten und gaben sich ahnungslos, als das nackte Vieh gebückt am Ohr durch die Tür geführt wurde.
    
    „Wir haben die Schwuchtel beim Wichsen erwischt", rief Mahrzahn.
    
    Die Burschen taten unbeteiligt.
    
    „Wir brauchen jemand, der auf ihn aufpasst. Wir dulden hier keine Schwuchtelei. Hier herrscht Zucht und Ordnung. Ist das verstanden?"
    
    „Jaaa", murmelten ein paar Stimmen.
    
    „Alle aufstehen!"
    
    Die Burschen sprangen von den Stühlen und gingen in Habacht.
    
    „Ob das Klar ist?"
    
    „Ja!"
    
    „Also, wer übernimmt die Aufsicht?"
    
    „Erwin", meine einer. War eh klar, das einer das Alphatier vorschlägt.
    
    „Ja, ich mach's", meinte Erwin gelangweilt.
    
    „Ihr passt auf ihn auf. Und wenn irgendwelche Vorkommnisse sind, dann melden. Verstanden?"
    
    „Verstanden."
    
    Mahrzahn riss noch mal am Ohr, ließ los, scheuerte ihm eine, und ging wieder.
    
    Ede prustete los. „Jetzt musst du auch noch ...
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