1. Ein unerwarteter Segeltörn Teil 02


    Datum: 14.03.2025, Kategorien: Erstes Mal

    ... dass er mich in Ruhe lassen soll. Ich habe mich bei ihm bedankt und ihn auf einen Kaffee zu mir eingeladen, seine Freundin, die ich vom Sehen kannte, ist später auch noch dazu gekommen. Ich habe ihnen die Geschichte in Kurzform erzählt und sie haben gemeint, dass der Typ ein klassisches Stalkerarschloch wäre und dass ich ihm mit einer Anzeige bei der Polizei drohen sollte, wenn er mich nicht in Ruhe lassen würde. Das habe ich auch gemacht und danach ist Ruhe gewesen."
    
    „Oh je, Schwesterherz! Warum hast du denn nichts davon früher erzählt oder mir eine E-Mail geschrieben?"
    
    „Ich weiß, es ist dumm von mir. Ich habe versucht, ein Problem einmal allein, ohne Papa oder meine große Schwester zu lösen."
    
    „Ich verstehe, was du meinst. Aber es ist nie verkehrt, um Hilfe zu bitten, wenn man sie braucht. Und auch wenn du das Problem alleine gelöst hast, und du hast dich absolut richtig verhalten, bin ich immer für dich da, und höre dir zu. -- Komm mal her!"
    
    Sie kam zu ihr herüber und Melanie nahm sie in den Arm. Zusammen saßen sie auf der Koje.
    
    „Darf ich auf Thomas zurückkommen?", fragte Melanie nach einer Weile.
    
    „Klar?"
    
    „Dir hat es gefallen, wie er dich eingecremt, wie er dich berührt hat?"
    
    „Mmm", nickte Helena.
    
    „Und kann es sein, dass du immer noch Angst hast, dich auf etwas Neues einzulassen?"
    
    „Ja, du hast recht. Die Erfahrung war einfach zu grässlich -- mit ihm ist das so anders." Nach einer Weile fragte sie: „Meli?"
    
    „Ja, Schwesterherz."
    
    „Ich ...
    ... habe Angst."
    
    Melanie schwieg.
    
    „Ich habe Angst, dass er mir genauso weh tut, wenn wir uns näher gekommen sind. Und ich habe Angst, dass ich deswegen eine Chance vertue, wenn ich ihm Unrecht tue. -- Hier auf dem Boot ist das noch schwieriger. Ich kann nicht einfach weggehen, wenn ich etwas nicht will."
    
    „Ich verstehe, eine vertrackte Situation. Ich sehe zwei Möglichkeiten: Entweder du verschiebst alles auf die Zeit nach dem Urlaub oder du versuchst es, mit deinem Herz zu lösen", sagte Melanie.
    
    „Nach dem Urlaub sind wir alle wieder verstreut."
    
    „Und was sagt dir dein Herz im Moment?", fragte Melanie.
    
    „Ich sehe bei ihm keinen einzigen schlechten Funken."
    
    „Dann schau doch, zu was für einem Menschen er sich entwickelt hat. Sieh doch die Enge des Boots nicht als Nachteil an, sondern nutze sie zu deinem Vorteil. Wo könntest du in so kurzer Zeit so viel über eine andere Person erfahren. Papa hat früher einmal erzählt, dass wenn eine Gruppe von Leuten herausfinden will, ob sie auf einem Boot längere Zeit gut miteinander auskämen, sollen sie sich in einem Badezimmer über ein Wochenende zusammen einschließen."
    
    „Stimmt, Papa hatte früher diesen Vorschlag gemacht, da wir nicht sicher waren, ob wir es miteinander aushalten würden", bestätigte Helena lachend.
    
    „Und, wenn alle Stricke reißen sollten, könnten wir es immer noch wie einen Unfall aussehen lassen."
    
    „Wie meinst du das?"
    
    „Nun, du weißt doch, die Nordsee ist groß und das Wasser ist kalt ..."
    
    „Du bist ...
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