Schicksal eines Handlungsreisenden
Datum: 17.03.2025,
Kategorien:
BDSM
... er in Julias Gesicht. „Herzlichen Glückwunsch! Du bist gerade Landesmeister im Triathlon geworden." Wie? Landesmeister? Nicht doch, veräppeln konnte ihn jemand anderes. Er machte nur eine abwehrende Handbewegung, für alles andere war er viel zu müde. Er wurde noch etwas weiter seitab geführt. Er konnte kaum richtig gehen, er stakelte auf steifen Stelzen. Irgendwie lag er dann auf dem Bauch im Gras. Er ließ alles mit sich geschehen. Liegen war gut. Doch plötzlich zuckte er zusammen, machte sich doch jemand an seinen schmerzenden Waden zu schaffen. Gleich darauf bemerkte er jedoch, dass ihm die Massage wohl tat und er grunzte genüsslich wie ein Schwein, das gekratzt wird.
Später saß er entspannt auf einem Klappstuhl neben dem Transporter, mit dem er auch zum Start gefahren worden war, neben ihm Julia, die Ihre Hand auf seinem Knie ruhen ließ. Eine ihm bekannte Gestalt trat auf die beiden zu, dahinter eine ganze Gruppe von Menschen. Uuuups - sein Chef und seine Kollegen aus dem Weinhandel. Wie kamen die hierher? Sein Chef drückte ihm die Hand, von der Seite bekam er einen Riesenblumenstrauß. „Also, dass Sie ein guter Filialleiter sind, das wusste ich ja schon. Aber als Sie das Sabbatjahr für das Trainingslager beantragt haben, war ich ja doch überrascht. Und jetzt erst, so eine Sportskanone hätte ja keiner von uns in Ihnen vermutet!"
In dem Stil ging es noch eine Weile weiter, eine richtige kleine Rede wurde es. Dann bekam er noch eine Flasche Wein in die Hand gedrückt, ...
... deren Preis er ja kannte und die er sich nie selber geleistet hätte. Joachim stotterte verlegen ein paar Dankesworte, völlig perplex. Das konnte er hier nicht einordnen und fürchtete nur, sich zum Affen zu machen, wenn er zu viel sagen würde.
Dann kam doch tatsächlich ein Typ mit einem Mikrophon und Anhang hinter sich auf ihn zugestiefelt, dazu ein Fotograf. Er sollte mal eben schnell ein Interview geben. Er redete sich raus, er habe das in der Hauptsache seiner Trainerin zu verdanken, wobei er auf Julia deutete. „Joachim ist zu bescheiden", antwortete sie, „er hat eben ein Jahr lang unglaublich diszipliniert an sich gearbeitet. Aber vor allem hat er genetisch die optimalen Anlagen für Ausdauersport. Das haben wir in unserem Institut festgestellt und ihm da Angebot für das Trainingsjahr gemacht."
Als es ihnen nicht gelang, die lästigen Reporter abzuwimmeln, stiegen sie in den Transporter und fuhren los. Wohin denn nun? fragte sich Joachim. Auf einmal kam ihm die Gegend bekannt vor. Sie fuhren doch nicht etwa in seine Wohnung. Doch, wie Julia ihm bestätigte.
Endlich traute er sich zu fragen: "Wie kommt das, mit meinem Chef und den Kollegen, die plötzlich da waren, keiner hat sich gewundert, dass der verschwundene Joachim wieder auftaucht ...?" - "Du bist ja nicht wirklich verschwunden. Du hattest ordentlich ein Sabbatjahr beantragt und bekommen, bist ins Gebirge zum Höhentraining gefahren, hast aber schön regelmäßig Kontakt gehalten. Deine Wohnung hast du in der Zeit an ...