1. Amina und der Jurist – Ungewöhnliches Matching einer Partnersuche


    Datum: 27.01.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... es.
    
    Sie stoppte nur wenige Schritte vor mir, ihr Blick ruhte direkt auf mir. Ihre Lippen, dieses kräftige Rot, zogen sich zu einem süßen Lächeln, das die feinen Linien um ihre Augen betonte. Dann sprach sie, ihre Stimme war leicht heiser, aber melodisch, und ich bemerkte sofort einen moderaten ausländischen Akzent, der ihren Worten einen weichen, fast exotischen Klang verlieh. "Entschuldige", fragte sie, ihre Stimme weich und doch bestimmt, "möchtest du mich auf einen Drink einladen?"
    
    Ich war völlig überrumpelt. Mein Herz setzte einen Schlag aus, dann raste es los, hämmerte gegen meine Rippen. Nicht
    
    ich
    
    hatte sie angesprochen, sondern
    
    sie
    
    mich! Das war noch nie passiert; ich war immer derjenige gewesen, der sich mühsam überwand. Eine Welle unerwarteten Glücks durchflutete mich, gefolgt von einer fast panischen Irritation. Hatte ich das richtig gehört? War das wirklich ernst gemeint? Ich nickte hastig, fast ungeschickt, meine Kehle war trocken: "Ja, bitte. Sehr gerne!"
    
    Während sie zum Barkeeper nickte und einen Aperol-Spritzer bestellte, musterte ich sie erneut, diesmal mit einer beinahe klinischen Präzision, die meine juristische Routine in mir wachrief. Ihre Haut war etwas dunkler, ein warmer Olivton, der im Kontrast zu ihrem schwarzen Haar und dem dunklen Kleid besonders zur Geltung kam und ihr etwas Südländisches verlieh. Und dann war da dieser ausgeprägte Geruch, der sie umgab und in seinem Ausmaß alles übertraf, was ich in meinem Umfeld bei ...
    ... rauchenden Menschen je wahrgenommen hatte: ein äußerst intensiver Tabakduft, weit stärker als bei der Blondine im Blazer zuvor, der von ihrer Kleidung ausging, die schweren Rauchschwaden, die noch in ihren Haaren hingen, aber auch, wenn sie sprach, ihr ätzender Atem. Sie war keine bloße Gelegenheitsraucherin, das stand fest, sondern jemand, der ganz offensichtlich qualmte wie ein Schlot, und obwohl das meinen ursprünglichen Präferenzen für eine Partnerin diametral widersprach - ich hatte mir immer eine Nichtraucherin gewünscht, gesundheitsbewusst und rein -, faszinierte es mich in diesem Moment zutiefst. Ich war innerlich bereit, ihr Laster zu akzeptieren, sollte sie meine Freundin werden. Meine Blicke wanderten zu ihrem Mund, als sie lächelte, und ich bemerkte, dass ihre Zähne leicht gelblich waren - ein weiteres Indiz für ihre Rauchgewohnheit, das meine Fantasien nur noch weiter befeuerte und dieser Frau eine ungefilterte, raue Authentizität verlieh.
    
    Der Barkeeper reichte ihr, während ich für sie bezahlte, den orangefarbenen Aperol-Spritzer; die Farbe leuchtete im Schummerlicht. "Amina", verriet die schöne Unbekannte ihren Namen und streckte mir ihre Hand entgegen. Ihre Finger waren schlank und gepflegt, ihre Nägel rot lackiert, der Händedruck war fest, ihre Hand war warm. Ich erwiderte den Händedruck, noch immer leicht benommen von der bizarren Situation. "Marcel", stellte ich mich vor. Meine Stimme klang rauer als gewollt, fast belegt von der Anspannung.
    
    "Hier ist es so ...
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