1. Amina und der Jurist – Ungewöhnliches Matching einer Partnersuche


    Datum: 27.01.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... laut", erhob ich meine Stimme, um die Stille zu durchbrechen, die sich nach der Vorstellung wieder eingestellt hatte und unangenehm wurde. "Sollen wir vielleicht in den Außenbereich gehen? Da kann man sich besser unterhalten." Sie nickte zustimmend, ihre Augen blitzten: "Gute Idee."
    
    Wir bahnten uns einen Weg durch die Menge, die inzwischen dichter geworden war; die Körper drängten sich aneinander, Schweißgeruch mischte sich mit Parfüm. Der Außenbereich war eine willkommene Abwechslung, die Musik war gedämpfter, fast nur noch ein Hintergrundrauschen, und die frische, kühle Nachtluft tat gut nach der drückenden Hitze im Inneren. Wir fanden einen kleinen leeren Tisch in einer Ecke, etwas abseits des Trubels, fast wie eine kleine Insel der Ruhe. Ich stellte meinen Campari Soda ab und nahm ihr gegenüber Platz.
    
    "Ich bin Marcel, 29 Jahre alt", wiederholte ich mich, diesmal etwas ruhiger und mit einem Anflug von neu gewonnenem Selbstbewusstsein. Die Tatsache, dass sie mich angesprochen hatte, gab mir Auftrieb. "Und du bist Amina." Ein kleines, nervöses Lächeln huschte über mein Gesicht. "Marcel, du hast bestimmt bereits gemerkt, dass ich Raucherin bin. Darf ich in deiner Gegenwart rauchen?", fragte sie und hielt die Marlboro-Packung hoch, als wäre es eine formelle Anfrage. Ein kurzer Moment des Zögerns. Meine Ratio sagte: "Nein, Marcel, das ist ungesund und widerspricht deinen Prinzipien". Meine Fantasie schrie dagegen: "Ja! Ja, bitte, gib euch beiden eine Chance und tauche ...
    ... ein in diese Welt der lasterhaften Versuchung!" "Klar, gar kein Problem", sagte ich kulant, meine Stimme war fast übertrieben lässig, und reichte ihr, routiniert wie ein Raucher, mein Feuerzeug. Sie zündete sich eine Zigarette an, die Flamme erhellte kurz ihr Gesicht. Sie nahm genussvoll einen tiefen Zug und blies in entspannter Pose den Rauch langsam aus, der sich im Schein der schwachen Außenbeleuchtung kräuselte. Der stechende Geruch war jetzt noch präsenter, schwebte zwischen uns, eine fast animalische Anziehung, der ich nicht entkommen konnte.
    
    "Ich habe dich drinnen die letzten 10 Minuten beobachtet", bekannte sie plötzlich, ihre Augen ruhten auf mir, eine ehrliche Direktheit in ihrem Blick, die mich beinahe erschrecken ließ. Ich fühlte mich entlarvt. "Du sahst so allein aus. Und ein bisschen ... verloren." Meine Wangen wurden warm. Hatte man mir meine Unsicherheit, meine Verzweiflung wirklich so deutlich angesehen? "Ja", gab ich zu; eine Lüge wäre nutzlos gewesen. "Ich bin tatsächlich allein hier. Ich bin eigentlich promovierter Jurist, habe eine spezifische Spezialausbildung und arbeite hier in Wien in einem Medienunternehmen, lese viel, beruflich vor allem juristische Fachliteratur. Ein ziemlicher Bücherwurm also, eigentlich eher selten in solchen Lokalen unterwegs." Ich spürte, wie ich mich straffte, als ich über meinen Beruf sprach. Eine vertraute Sicherheit kehrte zurück, ein Anker in dieser unerwarteten Situation. "Und du, Amina? Wie alt bist du und was machst du ...
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