1. Amina und der Jurist – Ungewöhnliches Matching einer Partnersuche


    Datum: 27.01.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... ohne zu zögern, als wäre es das Natürlichste auf der Welt. Ihre Stimme senkte sich noch ein wenig, fast konspirativ, sodass nur ich sie hören konnte: "Ich suche schon Männer, Marcel, aber nicht für eine normale Beziehung. Sondern solche, die mich bezahlen."
    
    Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken, doch gleichzeitig explodierte eine merkwürdige, fast überwältigende Erregung in mir, die sich von meinem Bauchraum auf den ganzen Körper ausbreitete und meine Adern durchflutete. Es war, als würde sich ein seit Langem verschlossenes Tor in meinem Kopf öffnen, ein Damm brechen, der meine verborgensten Triebe zurückgehalten hatte. Die Bilder meiner Fantasiewelt, die so lange nur in meinen Gedanken existiert hatten, schoben sich nun mit brutaler Realität in mein Bewusstsein. Das vertraute Gefühl der Kontrolle in meinen Tagträumen vermischte sich nun schlagartig mit der rauen, greifbaren Wirklichkeit dieser Frau, die direkt vor mir saß, ihre roten Lippen keinen Meter von mir entfernt, ihr Tabakgeruch so unmittelbar in meiner Nase. Amina, die junge, attraktive Studentin, war keine Prostituierte im klassischen Sinne, keine jener Frauen aus dem Rotlichtviertel, die ich aus meinem Medienkonsum kannte, deren Anzeigen ich studiert, deren Fotos ich analysiert hatte, um meine Fantasien zu füttern. Sie war, wie es im Fachjargon heißt, eine Hobbyhure. Frauen, die das Ganze diskreter, privater, nebenbei betrieben, ohne Bordell, ohne die offensichtliche Stigmatisierung der professionellen ...
    ... Prostitution, ohne Zuhälter. So hatte ich es im Internet gelesen, in den Foren, in denen ich so viel Zeit verbrachte und die ich als meine geheime Bibliothek des Verbotenen sah. Und sie war jetzt hier, leibhaftig, mit ihrem realen Körpergeruch und ihrem leicht gelblichen Lächeln, eine faszinierende, widersprüchliche Erscheinung, die meine Erwartungen auf den Kopf stellte. Mein Blick ging noch einmal über ihre makellose Haut, ihre geöffnete Zigarettenpackung, ihr elegantes, teures Kleid, das so gar nicht zu dem Stereotyp passte, das ich von einer Prostituierten auf dem Straßenstrich oder in einem Lusthaus hatte. Plötzlich ergab alles einen anderen Sinn, ein verstörendes, aber unendlich faszinierendes Gesamtbild, das meine Fantasien in die Realität holte und ihre Konturen schärfte, sie greifbar machte. Der Widerspruch zwischen ihrer Erscheinung und ihrer Offenbarung machte sie nur noch reizvoller, fast unwiderstehlich.
    
    "Ja, es stimmt, ich arbeite als Hobbyhure", brachte Amina es auf den Punkt, als hätte sie meine Gedanken gelesen, ihre Augen fixierten mich, als würde sie meine Reaktion abtasten, jeden Muskel in meinem Gesicht studieren. Sie nahm noch einen tiefen Zug von ihrer Zigarette und blies den Rauch langsam in die Nachtluft, die wie ein Schleier zwischen uns tanzte, als würde sie damit ihre Worte unterstreichen, sie in den Raum gravieren, sie zu einer unwiderruflichen Tatsache machen. Ihre Stimme war ruhig, sachlich, fast schon distanziert, was die Wirkung ihrer Worte ...
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