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Amina und der Jurist Ungewöhnliches Matching einer Partnersuche
Datum: 27.01.2026, Kategorien: 1 auf 1,
... nur noch verstärkte. Es gab keine Spur von Scham, Bedauern oder Reue in ihrer Art, nur eine nüchterne Feststellung der Realität. "Es ist für mich ein Weg, mein Leben zu finanzieren. Die Kleider, die Zigaretten, die auch immer teurer werden, meine Wohnung hier in Wien, mein Studium - auch wenn ich ehrlich gesagt nicht denke, dass ich es abschließe, da es mich nicht wirklich packt. Es ist viel Geld, das ich brauche, um über die Runden zu kommen und mir ein besseres Leben aufzubauen, als es meinen Eltern möglich war. Ein Leben, in dem ich mir etwas leisten kann, das über das Notwendigste hinausgeht, ein Leben, in dem ich nicht jeden Cent umdrehen muss." Ihre Ausführungen klangen für mich fast geschäftsmäßig, aber mit einer Spur von Fatalismus, als wäre dies die einzige logische Konsequenz für sie in dieser Welt. Ich war sprachlos. Meine Kinnlade wäre fast heruntergeklappt, hätte ich nicht im letzten Moment meine Zähne zusammengebissen. Mein Verstand ratterte, versuchte, diese neue Information zu verarbeiten, sie in mein Weltbild zu integrieren, das eben noch so klar und geordnet schien. Gleichzeitig war ich unglaublich wissbegierig, mein juristeneigener Scharfsinn, der sonst auf Paragrafen gerichtet war, bohrte sich jetzt in dieses unerwartete Terrain, diese menschliche Grauzone, in der die Regeln verschwammen. "Wissen deine Eltern davon?", fragte ich. Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern; ich beugte mich leicht vor, als wollte ich sicherstellen, dass es niemand außer ...
... uns hörte, dass dieses intime Geheimnis nur uns beiden gehörte. Die immense Spannung, die in der Luft lag, wurde nahezu unerträglich, ein prickelndes Gemisch aus Schock und unerwarteter Anziehung, das sich immer weiter verdichtete und mich mitriss. Amina schüttelte den Kopf. Ihr Lächeln wurde wieder ein wenig süßer, aber auch verschmitzter, fast das eines Kindes, das ein verbotenes Spiel spielt und sich an der Geheimhaltung erfreut. "Nein, natürlich nicht. Meine Eltern glauben, ich hätte einen ganz normalen Studentenjob. Als Serviererin in einer Bäckerei." Ein leichtes Grinsen huschte über ihr Gesicht, ein Hauch von Ironie, der die Absurdität der Situation unterstrich. "Sie sind stolz, dass ich studiere und auf eigenen Füßen stehe, dass ich mir mein eigenes Geld verdiene. Und ich lasse sie in dem Glauben. Das ist besser so für alle." Ihre Augen funkelten dabei, ein Gemenge aus Stolz über ihre Unabhängigkeit und einer gewissen Traurigkeit darüber, ein Doppelleben führen zu müssen. Meine Erregung wuchs mit jeder ihrer Antworten, eine Mischung aus Verbotenem und Offenheit, die mich immer tiefer in ihren Bann zog. Diese Frau, so nah und doch so weit entfernt von allem, was ich mir vorgestellt hatte. Diese Authentizität, diese Direktheit, die so viel von dem verborgenen Leben offenbarte, das ich in meinen Fantasien so oft erkundet hatte. "Wie lange machst du das schon?", fragte ich weiter. Meine Stimme war jetzt fester, ich immer noch voller unbändiger Neugier. "Seit vier ...