1. Amina und der Jurist – Ungewöhnliches Matching einer Partnersuche


    Datum: 27.01.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... Flex steht ein Bankomat. Wir gehen da schnell hin." Mir fiel ein Stein vom Herzen. Ich war erleichtert, dass unserem gemeinsamen Liebesglück nun nichts mehr im Wege stand. Spontan griff ich zu meinem Glas und stieß mit Amina auf einen verheißungsvollen Abend an. Mein Campari Soda schmeckte mir jetzt wirklich gut, fast so, als wäre er ein magischer Liebestrank. Nachdem wir beide ausgetrunken hatten und Amina ihre letzte Kippe im überquellenden Aschenbecher ausgedrückt hatte, packten wir unsere Sachen, standen auf und bahnten uns schweigend einen Weg durch die tanzende Menschenmenge in der Disco. Jeder Schritt Richtung Ausgang war für mich ein Schritt näher zur Verwirklichung meiner Fantasien.
    
    Vor dem Flex war die Nachtluft kühler, klarer. Die Lichter der Stadt schimmerten in der Ferne. Amina deutete auf den Bankomaten und sagte: "Da kannst du wie besprochen Geld abheben. Ich werde in der Zwischenzeit noch eine rauchen." Der Bankomat leuchtete einladend. Ich ging hin, zog meine Karte durch, tippte meine PIN ein, während meine Begleiterin, ihrer Passion frönend, geduldig wartete. Das Gerät warf die 200 Euro aus, die ich brauchte. Das Geld in meiner Hand fühlte sich seltsam schwer an, wie ein Versprechen, das ich mir selbst gab. Stolz auf meinen mutigen Entschluss und von tiefer Zufriedenheit erfüllt winkte ich ihr mit den Scheinen; es kam mir so vor, als wären sie meine Eintrittskarte ins Glück. Sie nahm die Banknoten, steckte sie lässig in ihre Tasche und bedankte sich mit ...
    ... einem warmen Lächeln, ehe sie gleich wieder an ihrer Tschick saugte.
    
    Wir riefen ein Taxi. Es kam innerhalb weniger Minuten. Die Fahrt in meine Wohnung war still, aber die Stille war nicht unangenehm, sondern erfüllt von dichtester Nähe und knisternder Erwartung. Als Amina sich bequem auf die Rückbank des Wagens fallen ließ und ihre Schulter an der meinen lehnte, holte sie ein kleines, goldenes Fläschchen aus ihrer Handtasche. "Ein bisschen zur Erfrischung", flüsterte sie, fast entschuldigend, und tupfte sich ein paar Tropfen hinter die Ohren, um sich auf die nahende intime Begegnung mit mir vorzubereiten. Ihr schwerer Tabakgeruch mischte sich nun mit ihrem süßen Parfüm, ein unwiderstehlicher Mix, der meine Sinne betörte. Mein Blick wanderte immer wieder zu ihrer Tasche, in der sich auch die Kondome befanden, die heute nicht gebraucht werden würden. Meine Wohnung war nicht weit entfernt und ich konnte es kaum erwarten, die Türe zu entsperren und diese Nacht zu beginnen.
    
    Kapitel 10
    
    Das Taxi hielt vor meinem Apartmenthaus, einem soliden, aber unscheinbaren Bau aus den 70er-Jahren, der sich diskret in die Wiener Vorstadt einfügte. Das schwache Licht der Straßenlaternen warf lange Schatten auf den Bürgersteig. Ein beklemmendes Gefühl machte sich in meiner Magengegend breit. War das wirklich ich, Marcel, der promovierte Jurist und romantische Idealist, der gerade ein Taxi mit einer Hobbyhure - hier in der Umgebung würde man weit weniger euphemistisch von einer illegalen ...
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