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Amina und der Jurist Ungewöhnliches Matching einer Partnersuche
Datum: 27.01.2026, Kategorien: 1 auf 1,
... Geheimprostituierten sprechen - teilte? Die Realität traf mich mit voller Wucht, doch meine alles überlagernde Erregung half mir, jede aufkeimende Unsicherheit zu verdrängen. Wir stiegen aus. Der kühle Nachtwind strich uns um die Gesichter. Ich holte tief Luft, um meine Nerven zu beruhigen. Der Hausportier, Herr Huber, ein älterer, neugieriger Mann, der mich gut kannte und stets ein wachsames Auge auf die Bewohner hatte, saß wie üblich in seiner kleinen Loge, hinter einer Glasscheibe. Sein Blick huschte von mir zu Amina, dann zurück zu mir; der fragende Ausdruck in seinen Augen entging mir nicht. Meine Wangen wurden warm, ich spürte, wie das Blut in meinen Kopf schoss. "Guten Abend, Herr Huber", grüßte ich, meine Stimme war überraschend fest, fast schon zu laut in der stillen Lobby, die meine Nervosität nur noch verstärkte. Ich richtete mich auf, eine Rolle spielend, die ich noch nie zuvor innehatte. "Das ist Amina, meine ... äh ... meine neue Freundin. Sie wollte mich heute noch besuchen und ich hab sie gleich mitgenommen, damit sie sieht, wo ich lebe." Ich lächelte gezwungen, meine Mundwinkel zuckten leicht, ein unkontrollierbarer Tic. "Freundin" - der Begriff klang so absurd in diesem Kontext, so unpassend, und doch war es die einzige Erklärung, die ich auf die Schnelle finden konnte, um seine Neugier zu befriedigen. Ich wusste, dass er gerne tratschte. Herr Huber nickte langsam, seine Augenbrauen hoben sich leicht, ein fast unmerkliches Zeichen des Erstaunens. ...
... Ein wissendes Lächeln spielte um seine Lippen, das ich nicht ganz deuten konnte. Ob er mir die Lüge abkaufte oder ob er mehr ahnte, als er zugab, wusste ich nicht. Aber er fragte nicht weiter nach. "Guten Abend, die Herrschaften", murmelte er nur und ich atmete erleichtert auf. Ein kleiner Sieg. Wir gingen zum Aufzug, einem alten Modell mit Holztüren, das bei jeder Bewegung knarrte, als würde es sich beschweren. Ich drückte den Knopf für meine Etage, die vierte. Der Lift setzte sich langsam in Betrieb, ein leises Rumpeln, das sich mit dem Pochen meines Herzens vermengte, erfüllte die Kabine. Die Fahrt nach oben schien eine Ewigkeit zu dauern, obwohl es nur wenige Stockwerke waren. Die Stille zwischen uns war nun intensiver, beinahe greifbar. Die Erwartung, was als Nächstes geschehen würde, hing schwer in der Luft, wie ein Vorhang, der kurz davor war, sich zu heben. Meine "Eroberung" stand schweigend neben mir, ihre Handtasche fest umklammernd, irgendwie abwesend, fast so, als würde sie die Situation ebenfalls verarbeiten oder als wäre sie einfach nur müde. Meine Nase erfreute sich an ihrem prägenden Duft, starker Tabakgeruch einer schweren Raucherin, vermischt mit ihrem leichten Parfüm, der wie schon zuvor im Wagen den kleinen Innenraum rasch mit ihrer gesamten Präsenz erfüllte und meine Sinne in einen zunehmenden Rausch versetzte, jetzt, wo das Ziel dieser Reise so nahe war. Als der Aufzug endlich mit einem schwachen Ruck stoppte und die Türen sich quietschend öffneten, ...