1. Amina und der Jurist – Ungewöhnliches Matching einer Partnersuche


    Datum: 27.01.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... trat ich hinaus, fast stolpernd in meiner Eile, als könnte ich es kaum erwarten. Meine Wohnungstüre war nur wenige Schritte entfernt, die Nummer "4B" prangte an ihr. Ich zog meinen Schlüsselbund aus der Tasche, meine Finger zitterten leicht, als ich den richtigen Schlüssel herausfischte. Das Geräusch des Schlüssels im Schloss, das Klicken, als es sich öffnete, klang in der Stille der Nacht ohrenbetäubend laut, fast wie ein Startschuss.
    
    Ich drückte die Türklinke herunter und schob die Türe auf. Mein kleines Apartment lag im Dunkeln, nur das schwache Licht aus dem Flur drang herein und zeichnete schemenhafte Umrisse. Ich trat beiseite und deutete Amina mit einer unsicheren Geste an, einzutreten: "Bitte ... herein." Meine Stimme war belegt, kaum hörbar.
    
    Amina betrat meine Wohnung; ihre Absätze klackten leise auf dem Parkettboden, ein rhythmisches Geräusch in der Stille. Ein kleiner Vorraum mit einer Küchennische führte direkt ins Wohnzimmer. Ich machte im Vorzimmer Licht, schloss die Türe hinter uns, ging ins Wohnzimmer und knipste dort eine Stehlampe an. Das sanfte Licht erfüllte den Raum, tauchte ihn in ein warmes, gedämpftes Gold. Mein Apartment war klein, aber ordentlich. Eine bequeme, breite Couch mit einigen Kissen, ausgezogen und mit einem Leintuch überspannt, die auch als mein Bett fungierte, samt Nachtkästchen, ein geräumiger Kasten, eine minimalistische Sitzgarnitur, ein überfülltes Bücherregal, das fast eine ganze Wand einnahm, ein TV-Gerät, ein kleiner ...
    ... Schreibtisch mit meinem Laptop und einigen Notizen. Es war der Ort, an dem ich die meiste Zeit verbrachte, in meinen Büchern und Gedanken versunken, ein Rückzugsort. Jetzt wirkte er plötzlich fremd, beengter als gewohnt, fast intim, mit Amina in seiner Mitte, einer aufregenden jungen Frau, die ich erst vor wenigen Stunden kennengelernt hatte.
    
    Ich fühlte, wie meine Nervosität wieder zunahm, denn ich wusste nicht, was ich als Nächstes tun oder sagen sollte. Meine Hände waren leer; ich hatte nichts mehr zum Festhalten, keinen Drink mehr als willkommene Requisite, um meine Unsicherheit zu kaschieren. Ich stand einfach nur da, wie angewurzelt, und starrte sie an. Mein Herz schlug unregelmäßig.
    
    Amina bemerkte meine Unsicherheit sofort. Ihr Lächeln wurde weicher, verständnisvoller, und in ihren Augen lag eine Wärme, die mich überraschte. Sie war nicht einfach nur eine geübte Dienstleisterin, sondern auch eine sensible Frau, die meine inneren Kämpfe wahrnahm. Sie trat einen Schritt auf mich zu und ihre Hand legte sich sanft auf meinen Unterarm. Ihre Berührung, die erste physische Zärtlichkeit dieses Abends, kam unerwartet, war aber beruhigend, wie ein warmer Strom, der meine Nerven glättete und mich erdete. Es war so, als würde zwischen uns ein neues Kapitel aufgeschlagen, in dem die körperliche Interaktion die rein verbale nach und nach ablöste.
    
    "Marcel", nannte sie mich beim Namen; ihre Stimme war sanft, ausgleichend, fast mütterlich, doch auch verführerisch. "Du bist aufgeregt, ...
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