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Amina und der Jurist Ungewöhnliches Matching einer Partnersuche
Datum: 27.01.2026, Kategorien: 1 auf 1,
... ins echte Leben zurück! Kapitel 3 Schließlich stieß ich in den Medien auf Berichte über das Flex am Donaukanal. Es wurde als neuer Hotspot und In-Lokal beschrieben, das verstärkt die Unter-30-Jährigen anzog. Angeblich konnte man dort ungezwungen Gleichaltrige bei Tanz und Getränken kennenlernen. Ich sah sogar eine Reportage im Fernsehen darüber. Die Bilder zeigten junge, lachende Menschen, die ausgelassen tanzten, sich unterhielten, flirteten - eine Energie, die mir so fremd war, aber gleichzeitig eine leise Hoffnung in mir weckte. Obwohl ich die Befürchtung hatte, es wäre wieder so eine Disco wie jede andere, eine, in der ich mich wieder fehl am Platz fühlen würde, beschloss ich, es dort noch einmal zu versuchen. Ich musste ja nicht gleich ins Gewühl eintauchen und vielleicht war die Atmosphäre dort wirklich anders, offener, ungezwungener. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dachte ich mir, und ein Jurist wie ich gibt sich nicht so leicht geschlagen. An diesem Wochenende fuhr ich daher nicht wie üblich zu meinen Eltern aufs Land nach Hause, sondern machte mich gegen 21 Uhr auf den Weg zum Flex. Von außen wirkte es unscheinbar, aber drinnen entfaltete sich tatsächlich ein weitläufiger Raum, der ungleich größer war als andere Discos, die ich bisher besucht hatte. Die Musik war zwar präsent, aber nicht übermäßig laut. Es gab sogar Nischen und Bereiche, in denen man etwas weiter entfernt vom direkten Schallpegel war, was ein Gespräch theoretisch ermöglichen würde. Das Lokal ...
... begann sich gerade erst langsam zu füllen und ich hatte den Eindruck, noch etwas Zeit zu haben, mich an die Umgebung zu gewöhnen. Für meine Diskobesuche hatte ich mir angewöhnt, immer ein Feuerzeug bei mir zu tragen, obwohl ich selbst - wie erwähnt - Nichtraucher war. Es war eine zurechtgelegte Strategie, quasi ein Eisbrecher, der mir vielleicht die Möglichkeit geben würde, einer Dame auszuhelfen und so mit ihr ins Gespräch zu kommen. In meinem Innenleben hatte sich ja meine Faszination für Raucherinnen zu einem seltsamen Fetisch entwickelt, obwohl ich eigentlich eine Nichtraucherin als Ehefrau bevorzugte. Es war nicht so, dass es mich geruchlich abstieß - die geruchliche Komponente übte, ganz im Gegenteil, eine starke, beinahe obsessive Anziehung auf mich aus - und ich mir partout nicht vorstellen konnte, mit einer leidenschaftlichen Raucherin zusammenzuleben, sondern vielmehr die Sorge, dass unser gemeinsames Glück durch Lungenkrebs, COPD oder anderes unausweichliches Siechtum ein absehbares Ablaufdatum hätte. Vielleicht sollte ich meine Ansprüche einfach lockern, wenn sonst alles passte? Diese Überlegung schwebte im Hintergrund, eine kleine Rebellion gegen meine eigenen Ideale. Kommunikationstechnisch waren rauchende Menschen jedenfalls bei der Kontaktanbahnung klar im Vorteil. Tatsächlich bot sich gleich im Eingangsbereich eine scheinbar perfekte Gelegenheit. Eine blonde Frau, Mitte 20, mit schwarzen Jeans, einer eleganten Bluse und einem weißen Blazer, hatte bereits ...