1. Erregung


    Datum: 02.02.2026, Kategorien: Reif

    ... schob, halb auf dem Rücksitz liegend, die Beine über meine Knie geschwungen, den Rock hochgezogen bis zum Bauchnabel.
    
    Der Fahrer drehte das Radio lauter.
    
    Es lief Tschaikowski.
    
    Ich kam.
    
    Schnell.
    
    Wie immer, wenn ich mich schämte. Und das war zum Glück nur anfangs, das berühmte erste Mal, das vervielfältigt zu werden aufbegehrte in dieser Nacht.
    
    Ich sagte: „Entschuldigt."
    
    Sie lachten.
    
    Wir fuhren zu Gerdas Wohnung.
    
    Altbau.
    
    Zweiter Stock.
    
    Feuchte Wände.
    
    Feuchter Empfang.
    
    Ich nahm beide.
    
    Nacheinander.
    
    Nicht besonders galant.
    
    Aber ausdauernd.
    
    Und am Ende war das alles, was zählte. Die Ausdauer. Die Bereitschaft. Die Gleichzeitigkeit. Das Ineinandergreifen. Das Überlagern. Das Überschreiten. Ich wusste nicht mehr, wo ich begann, wo ich endete, wer mich nahm, wen ich nahm. Wir rotierten, wir schoben, wir wendeten, wir richteten uns, wie es passte, wie es ging, wie es der Körper zuließ, oder auch nicht. Und irgendwann war es eins. Ein Knäuel. Ein Gewirr. Ein Dazwischen.
    
    Ich lag zwischen ihnen. Oder sie lagen übereinander. Oder unter mir. Ich weiß es nicht. Einer leckte. Die andere hielt. Ich presste. Ich schob. Ich wurde gedrückt. Ich wurde gesogen. Ich sog zurück. Und dann wieder die Bewegung. Die Rotation. Die Verschiebung. Ich in ihr. Sie auf mir. Die andere unter ihr. Zungen, Lippen, Finger. Alles nass. Alles offen. Alles bereit. Die Zahlen bedeuteten nichts mehr. Es war keine Stellung, es war eine Logik, eine Ordnung, die ...
    ... sich aus der Lust selbst ergab. Eine Mathematik des Begehrens. 69 war keine Jahreszahl mehr, sondern Realität. Er war Körper. Er war das, was wir taten. Überall. Jeder mit jedem. Jede mit sich. Und ich in beiden. Und beide an mir. Gleichzeitig. Wechselnd. Zitternd.
    
    Und dann auch dort. Auch das. Auch dieses letzte Tor, das lange zögerte, das lange sich sträubte, sich schmollte, das verboten schien, verpönt, verschlossen - nun geöffnet, nun gegeben, nun gewollt. Einmal. Zweimal. Nicht aus Schmerz. Aus Neugier. Aus Trotz. Aus Gier. Und ich, der ich nicht mehr zögerte, der ich nie gezögert hatte, drang ein. Und sie, die ich nahm, ließ mich. Und sie, die zusah, lächelte, wohlwissend, was ich mit ihr noch zu planen gedachte. Und ich wusste: Es war alles erlaubt. Jetzt. Hier. Mit ihnen. In ihnen. Von mir.
    
    Und ich füllte sie. Beide. Erfüllte sie aus mich heraus und mit mir, mit mich! Nicht aus Hoffnung. Nicht aus Pflicht. Nicht aus Liebe. Sondern aus einem letzten, triebhaften Drang, aus einem animalischen Imperativ, der sich nicht mehr aufhalten ließ, aus einem inneren Befehl, der keine Antwort kannte. Ich ergoss mich in sie, in beide, in das Eine wie in das Andere, in jene Räume, die nichts mehr hervorbrachten außer Wärme, Nässe, Erschöpfung. Kein Kind. Kein Versprechen. Kein Morgen. Nur der Akt. Nur der Moment. Nur dieses sich Entleeren in Fruchtlosigkeit. In das Unwachsende. In das Verbotene. In das, was keine Frucht mehr trägt - und gerade deshalb alles empfängt.
    
    Ich ...
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