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Erregung
Datum: 02.02.2026, Kategorien: Reif
... würde sie ja ficken... oh nein, das WENN ist würdelos, also ich... lassen wir das, es macht nicht mehr jenen Spaß wie früher, als ich sie wohl noch wirklich begehrt hätte. Zumindest für dieses eine Mal. Und nun... ich trinke lieber einen Schluck. In vino veritas! Sie weiß, dass ich innerlich zerbreche, jedes Mal, wenn sie nicht einmal zwinkert. Und ich hasse sie dafür. Und ich liebe sie dafür. Und ich will, dass sie mich endlich vernichtet. Ganz. Sie standen beieinander, natürlich standen sie beieinander, wie eine Verschwörung, eine weibliche, eine lächerlich elegante, gefährliche, verlogene, dreifach gespannte Verschwörung in Seide, Samt und Jüngling. Claudia, diese ewige Gönnerin, diese Grand Dame des Gewesenen, der verlorenen Körper, aber der ungebrochenen Stimme, und neben ihr diese Eine, diese, die mich nie wollte, nie genommen hat, nie einmal aus Mitleid auch nur berührt hat, nie mir den kleinsten ihrer Fingerknöchel anvertraute, nie auch nur den Atem geändert, wenn ich sprach, und dann - die Tochter. Beates Tochter. Diese da. Zu jung, zu alt, zu viel von allem, was unklar ist, was zu früh kommt oder zu spät oder beides. Und sie redeten. Natürlich redeten sie. Aber ohne Worte. Ich sah es. Sie redeten in Blicken. In Haltungen. In diesen kleinen, verachtenden Neigungen des Kopfes, die Frauen beherrschen, wenn sie sich sicher sind, dass der Mann, der sie ansieht, nicht mehr gefährlich ist, sondern nur noch ...
... sichtbar. Und ich war sichtbar. Ich war der Mann im Sessel. Der Mann im Schatten. Der Mann mit der Vergangenheit, die wie Sperma auf den Vorhängen klebt, getrocknet, vergessen, aber noch da. Und nicht nur auf einem Duschvorhang mit Delfinen, die Lust schon längst verströmt, selbst nicht mehr im Abfluss klebend, das dann so ekelhaft sich dahinzähende Sperma, einem Teertropfen gleich, den man über hundert Jahre Einsamkeit hindurch beobachten kann, bis er sich endlich zu trennen beginnt: einer kurzen Erlösung gleichkommend, wenn er sich von seinem Körper löst, teilt und dann irgendwo aufklatscht. Claudia sah her. Kurz. Dann wieder weg. Die Nicht-Geliebte sah auch. Zwei Sekunden. Zwei Ewigkeiten. Dann ein Lächeln. Keines. Ein halbes. Ein Bruchteil. Ein Nadelstich. Ein Kastrationslächeln. Ich sah auf mein Glas. Leer. Wie ich. Wie immer. Dann sah ich wieder hoch - und da war die Tochter. Die Tochter sah nicht kurz. Nicht wie die anderen. Sie sah mich an. Länger. Zuerst neugierig. Dann zu ruhig. Dann zu lange. Dann zu wissend. Dann... zu viel. Ich schwitzte. Nicht wegen der Temperatur. Nicht wegen der Kleidung. Wegen ihnen. Wegen mir. Wegen dem Dazwischen. Weil ich wusste - sie wissen etwas. Sie wissen etwas über mich. Etwas, das ich nie gesagt habe. Oder zu oft. Was redet Claudia da? Was sagt sie der Jüngeren? „Der da, der hat Beate in der ...