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Die Polizistin
Datum: 03.02.2026, Kategorien: Romantisch
... sah ich ihm an. Ich begann, ihm von meinem Traum zu erzählen. Von dem kleinen Cafe, weit weg von hier, an einem Meeresstrand, mit meinen Kindern, mit meinem Mann, die ich alle lieben konnte. Von einem Leben, für das ich keinen Luxus brauchte, keine 50 TV-Programme, keine Streaming-Dienste, weil ich einfach nur leben und lieben wollte. Liebe ist der einzige Luxus, den ich wollte. Ich wollte nicht immerzu arbeiten, sondern, dann wenn ich Lust hatte. Ich wollte nicht einen Mann, der stundenlang an Arbeit gekettet ist, ich wollte Freiheit. Und das hat seinen Preis. Ich hatte an Costa Rica gedacht, an Meeresrauschen, Palmen, Strände. João unterbrach mich, "was ist mit dem Heroin" fragte er. Ich schluckte und erzählte: "Ich habe mich hoch geschlafen, damit ich zur Fahndung komme, damit ich Wohnungen durchsuchen und Dealer festnehmen konnte. In den Einsatzrapporten, die Männer verfassten, spielte ich nie eine grosse Rolle. Niemand merkte, dass ich nie alles ablieferte was ich fand. Verstecktes Bargeld oder Drogen. Wenn ich konnte, behielt ich einen Teil für mich, Ich brauche Geld und muss sparen, wenn ich meinen Traum verwirklichen will. Mit den 2500 Euro im Monat kann ich das nicht. Das Heroin, das du gefunden hast, stammt aus einem Depot eines Strassendealers, ich hätte es verkauft, es hättet 200 Euro gebracht." João war erst sprachlos, starrte mich an. Dann fand er Worte: "Du bist zur Polizei, weil du Verbrecherin werden wolltest?" Es ist hart ausgedrückt, aber es ...
... stimmte auch nicht ganz. Ich wollte nur meinen Traum verwirklichen und mit ehrlicher Arbeit ist das nicht zu schaffen. Mein Onkel hatte das schon getan, ich wusste das, obwohl er es nicht erzählt hatte. Die Geschenke, die er brachte entsprachen nicht seinem Gehalt. Ich musste nur einen Weg finden, es ihm gleich zu tun ohne erwischt zu werden. Kein Angeklagter würde behaupten, dass er viel mehr Drogen und viel mehr Bargeld gehabt hatte, als gefunden wurde. Das hätte seine Strafe erhöht. Drogen verkaufte ich in einer anderen Stadt, alles auf einmal, mit Rabatt. Das verminderte das Risiko, abgesehen davon natürlich, dass ich wusste wer im Fokus der Fahndung stand. "Das ist alles" ich beendete den Bericht. João schüttelte den Kopf: "Costa Rica hat zu viele Touristen, was du willst ist ein ruhiger Platz. Brasilien wäre besser, dort kennt sich meine Mutter aus, sie könnte uns helfen." Lange verstand ich nicht richtig, was er gesagt hatte, was es bedeutete. Bis sich mein Hirn von der Vergangenheit löste. João hatte "uns" gesagt, er hatte "Brasilien" gesagt. Er hatte nicht gesagt, dass das alles ein Traum bleiben muss, dass ich blöd bin, eine Gesetzesbrecherin, dass er mich verlassen will. Einmal in einer müssigen Stunde dachte ich mir, dass João zu wenig Arme und zu wenig Hände habe. Denn ich liebte es, wenn er mit einem Finger über meine Lippen strich, mit ihnen meine Brüste streichelte und sie in die Muschi steckte. Es gab nur einen Ausweg. Deshalb küsste er meine Lippen, ...