1. Brauchtumspflege


    Datum: 04.02.2026, Kategorien: BDSM

    ... erinnerte sich an ihre eigene Nacktwanderung früher am Tag. Nackte Frauen (natürlich nur, weil das lokale Brauchtum das so vorschrieb, hihi), durch die Straßen gejagt durch bekleidete und teils maskierte Männer, den Hintern vom Jokovolt versohlt… Franziska wurde heiß, aber nicht durch die Lufttemperatur. Lena und Wiebke hatten inzwischen unbemerkt das Gesprächsthema gewechselt, es ging nun um Bungee-Jumping, Lenas neueste Leidenschaft. Offenbar hatte keine der beiden bemerkt, dass Franziska zwischenzeitlich in ihren Gedanken versunken war. Plötzlich tönten Fanfarentöne aus Richtung der schon weit hinter ihnen liegenden Kleinbahnhalle, gefolgt von plötzlich aufbrausendem Jubel. „Habemus Jokovolt“ stellte ein Mädel, das ihnen gerade entgegen kam, lakonisch fest. Eine neue Dynamik herrschte plötzlich auf der Straße. Wo eben noch Leute zusammen gestanden oder ruhig umherspaziert waren, beschleunigten nun sowohl Frauen als auch Männer ihre Schritte. Insbesondere die Damen fingen an, auseinander zu strömen, sich in die Nebengassen zu verteilen, in die Hauseingänge, die dem Jokovolt zuprosteten, zu drücken, Franziska bemerkte überrascht, dass das lakonische Mädel sich daran versuchte, auf einen niedrigen Baum zu klettern. Schon hatte Wiebke die beiden Festländerinnen auch in ein nahes Haus geschoben. Jede von ihnen bekam ungefragt einen Becher mit dampfendem Glühwein in die Hand gedrückt, eigentlich wäre ein Kaltgetränk dem Wetter angemessener gewesen. So standen sie in der Diele ...
    ... eines Privathauses und prosteten sich zu. „Hey Frieda“ schrie Wiebke plötzlich und wedelte mit den Armen, um auf sich aufmerksam zu machen, „guck mal, hier sind heute noch mehr Landratten“ zeigte auf Franziska und Lena. Auf sie zu kam eine große Blondine, vielleicht Mitte dreißig. Sie trug T-Shirt, die Jacke hatte sie sich um die Hüfte gebunden, sodass Franziska ihre tätowierten Unterarme sehen konnte. „Landratte“ maulte sie. „Gefühlt hab ich mehr Zeit auf der Insel als auf dem Festland verbracht“. Wiebke stellte sie einander vor, während sie sich an den Waffeln bediente, die die Bewohner dieses Hauses den Besuchern reichten. „Frieda betreibt die Strandbar und ist ein echter Schatz. Die lassen wir hier nicht mehr gehen“ Das Kompliment ging offenbar runter wie Öl und Frieda war versöhnt. Sie verließen das Haus und gingen auf der Straße wieder zurück Richtung Bratwurststand. Die Lärmkulisse auf der Straße war lauter geworden, irgendwo weiter vorn waren Trommeln und Hornlaute zu hören, außerdem Gesänge, spitze Schreie und Juchzer, lautes Lachen und Zuprosten. Es stellte sich heraus, dass Frieda schon als Kind jedes Jahr mit ihren Eltern auf Krubom Urlaub gemacht und später in der Saison auf der Insel gejobbt hatte. Vor sieben Jahren war sie, inzwischen ausgebildete Tourismus-Kauffrau, endgültig hierher gezogen, um neue Pächterin des Restaurants zu werden. Seitdem war sie nicht mehr wegzudenken, gehörte zu den jungen Machern von Krubom, die das Image der Insel entstauben und neue ...
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