1. Brauchtumspflege


    Datum: 04.02.2026, Kategorien: BDSM

    ... „Und zwar vor dem Anblicke der Gemeinde! Allerdings hatte ich eher an Fisten gedacht. Aber mit deinem voreiligen Orgasmus beim Schlagen hast du den Plan durcheinander gebracht. Du hast halt einfach keinen Respekt von dem Krubomer Brauchtum“. Beide Frauen lachten. „Entschuldigung , dass meine ungeduldige Mumu deinen Zeitplan gestört hat. Du hast was bei mir gut“ Das Wort Mumu nutzte Franziska eigentlich nur ironisch und im Spaß. Lieber waren ihr eigentlich etwas despektierlichere Begriffe wie Fotze oder Möse. Fotze hatte in Franziskas Ohren so einen angenehm erniedrigenden Klang. Viel besser als Scheide oder Vulva. „Lustig, dass du sagst, ich hätte etwas gut bei dir“ begann Lena, „ich hätte da nämlich wirklich ein kleines Anliegen. Das ist genau genommen auch der Hauptgrund für unseren kleinen Nacht-Ausflug“. Lena zog einen riesigen Kochlöffel hinter ihrem Rücken hervor. Wo zum Teufel hatte sie den denn die ganze Zeit versteckt? „Der ist aus Irenes Küche“ erklärte Lena. „Ist zwar kein Kuhhorn, aber…“ Franziska entgleisten die Gesichtszüge. „Du möchtest mich schlagen? Sorry, aber im Moment ist mein Po so wund, das geht jetzt einfach nicht!“ Lenas Stimme klang plötzlich eine Nuance heller, ganz verletzlich. „Du verstehst nicht. Ich habe mich gestern Abend gedrückt. Habe zugelassen, dass du dich für mich vor den Bus wirfst und mich sogar noch selbst ans Steuer des Busses gesetzt. Das war nicht fair, wie es gelaufen ist… Ich war ein böses Mädchen.“ Stille. Weitere Worte waren ...
    ... nicht erforderlich zwischen den beiden Freundinnen. Lena drückte Franziska den Kochlöffel in die Hand, stand auf und stellte sich vornübergebeugt hin. Jetzt erst fiel Franziska so richtig auf, wie demütig diese Position eigentlich aussah. Lena erwartete Schläge auf ihren Po und mit ihrer vorgebeugten Körperhaltung brachte sie zum Ausdruck, dass sie sich in ihr Schicksal fügt, sich nicht wehren wird, bereit ist, Schmerz und Erniedrigung zu ertragen. Was nur war mit dieser Frau, die Franziska gut zu kennen geglaubt hatte, in den letzten 24 Stunden geschehen? Oder war es in Wirklichkeit nur das Bild, das Franziska sich im Laufe der Jahre von Lena gemacht hatte, das sich nun mehr an die Realität angepasst hatte? Auch Franziska hatte schließlich ihre Submissivität immer sorgsam vor ihrem Umfeld, und damit auch vor Lena, verborgen. Franziska stellte sich seitlich hinter Lena und schwang testweise den Kochlöffel. „Ja, Leni, du warst ein sehr böses Mädchen“.
    
    Drei Stunden später saßen sie in der Pension bei Irenes sensationellem Ostfriesen-Frühstück. Franziska hatte sich eben nochmal mit der Kühlcreme eingecremt, trotzdem rutschte sie auf dem Stuhl hin und her auf der Suche nach einer nicht vorhandenen angenehmeren Sitzposition. Zuvor hatte sie sich ihren nackten Hintern ausgiebig im Spiegel betrachtet. Er war über und über mit hefigen blauen Flecken überseht. Dieses Andenken von der Insel würde sie mit zurück aufs Festland nehmen und noch einige Tage spüren, womöglich einige Wochen ...
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