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La Feuille de Rose
Datum: 15.02.2026, Kategorien: Fetisch
... hielt. Ein Gedanke machte mich dann noch verzagter. Denn wenn der Mann etwas wusste, oder wenn er auch nur Gerüchte gehört hatte, was hier vorging, dann würde er die Mädchen hier ganz sicher verachten! Dann würde er also auch mich verachten. Ich trug jetzt ein Sommerkleid, ganz ähnlich wie Manon und Luisa, und besonders stark unterschied ich mich sicher nicht von den beiden. Also machte ich einen großen Bogen um den Gärtner und unternahm einen eher einsamen Spaziergang. Als ich wieder auf die Villa zustrebte, wurde mein Name gerufen. Ich ging schneller, lief beinahe sogar, und kam etwas außer Atem bei Manon an. „Da bist du ja! Du sollst zu Madame Courlay kommen, ich führe dich zur ihr. Sie ist im Salon!" Der Salon war ein großer, gemütlich eingerichteter Raum im Parterre. Hier traf ich auf die Lady, die mich hatte rufen lassen, und ebenso auf Colette und eine weitere Madame, die mir mit Namen Laverge vorgestellt wurde. „Sonja, es ist dein erster Tag bei uns, ich weiß", wandte die Courlay sich an mich, während Colette nur auf den Boden sah. Catherine hier ist zu Besuch, aber sie hat auch schon Mädchen ausgebildet, damit du informiert bist. Manon ist ihre Zofe, steht ihr also als Toilette zur Verfügung! Die süße Colette ist meine Zofe, und ich möchte dir jetzt zeigen, was sie in erster Linie zu tun hat. Wenn du bereit bist, aber nur." Ich war furchtbar verlegen, während die beiden älteren Frauen mich erwartungsvoll anschauten. Manon verhielt sich dagegen ...
... jetzt wie Colette und schaute demütig auf den Boden. Beide Mädchen standen aufrecht da, nur der Kopf war eben geneigt. Die Münder waren geschlossen, die Füße standen dicht beieinander, und die Arme hinten seitlich am Körper herab. „Ich... ich bin bereit", sagte ich unsicher, weil ich keine rechte Vorstellung hatte wozu eigentlich. „Sag immer Madame zu mir, und zu meinen Kolleginnen auch, Sonja", wurde ich zurecht gewiesen. „Hat Manon dir das nicht gesagt, als sie dich besuchte, um dich für uns zu rekrutieren?" „Äh... Verzeihung, Madame. Es war mein Fehler", sagte ich schnell. Manon war rot geworden. Ob es nur daran lag, dass sie einer Nachlässigkeit bezichtigt wurde, oder vielmehr an dem Umstand, dass sie in Saarbrücken von vornherein auf mich angesetzt gewesen war, ohne mir das zu sagen? Ich spürte einen gewissen Ärger, aber ich nahm das mit der Anrede trotzdem auf mich. Immerhin war ich neu hier, da sah Madame sicher noch eher über Fehler hinweg. „Du wirst ihn nicht wiederholen", hörte ich und bemerkte einen festen, sehr bestimmten Ton. „Nein, Madame." „Gut, genug davon. Du bist sicher, dass du zuschauen willst, wenn Colette meinen Kaviar aufnimmt? Weißt du, wenn du zusagst, musst du bis zum Schluss in diesem Zimmer bleiben und zusehen. Wenn dir schlecht wird, erst recht wenn du dich übergeben musst, wirst du von Madame Laverge hier bestraft werden, später dann auch von mir. Hast du das verstanden?" Oha, ganz offensichtlich hatte der Ernst des ...