1. Ein Schicksal auf Rädern 12


    Datum: 26.03.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,

    ... geschnallt. Die Suche wurde zum frustrierenden
    
    Marionettentanz. Samuel hatte mehrere Pferde von der Ranch mitgenommen und sie in alle vier Himmelsrichtungen davongejagt und so sich viel Zeit erschlichen, da sie mehreren Spuren folgen mussten.
    
    Am alten Zaunpfahl fanden sie nur ein tiefes Loch und... eine abgebrochene Hundezahn-Kette im Staub -- Samuels Markenzeichen. Seine letzte, verächtliche Geste, dass er seine weißen "Herren" überlistet hatte.
    
    Clay durchkämmte die Canyons und die Prärie wie ein Geier, Boone befragte Saloon und Bordell-Besitzer und sogar Huren. Vergeblich. Samuel war ein Geist geworden.
    
    Zwei Tage später, unter einer erbarmungslosen Mittagssonne, gab der Sheriff auf. Er spuckte braunen Tabaksaft in den Staub und blies zum Rückmarsch.
    
    ,,Die letzte brauchbare Spur führt nach Westen. Zu den Sioux-Territorien. Da kriegen wir ihn
    
    nicht, wollen doch nicht skalpiert werden" Er klopfte Clay mitleidig auf die Schulter.,,Tut mir leid, Männer."
    
    Clay ballte die Faust, sein Blick traf den Horizont - eine Linie aus Staub und Verheißung. Boone trat neben ihn, sein Gesicht war eine Maske der Enttäuschung. Mit diesem Gold hätten sie Valentina nicht auf der Tasche liegen müssen. Es traf die beiden schon ein wenig, dass sie sich von einer jungen Frau haushalten ließen.
    
    Valentina legte eine Hand auf ihren noch flachen Bauch und sprach auf Boone besänftigend ein, Samuel bloß nicht zu folgen. Annas Augen suchten die Friedrichs - darin funkelte allerdings ...
    ... keine Angst, sondern eine eisige Entschlossenheit. Sie hatte Samuel seinen Verrat noch nicht verziehen und würde das vermutlich auch nie.
    
    Der eisige Winter von 1872 legte sich wie ein erstarrter Atem über die Webersche Farm. Anna und Valentina wollten bis die Kinder auf der Welt waren zusammenbleiben, danach würden Valentina mit Boone und Tom zur Ranch zurückkehren, während Clay auf der Farm mit den Webers bleiben würde. Doch jetzt innerhalb der dicken Holzwände brodelte ein anderes Klima -- schwül, animalisch, erfüllt vom dampfendem Rauch schwitzender Haut und unerfülltem Verlangen.
    
    Whitmores Feder hatte getan, was von ihm verlangt wurde: Mit gefälschten Unterschriften und gekauften Zeugen hatte er Valentina zur alleinigen Vormundin über Harlows gesamten Besitz gemacht. Die Schulden bei Thomson und seinen Geschäftspartnern waren mit Harlows eigenem Geld getilgt. Die Demütigung und Lust für Tom und Friedrich, die Zinsen mit den Körpern ihrer Frauen bezahlen zu lassen, gehörte von nun an der Vergangenheit an.
    
    Doch die Freiheit brachte keine Enthaltsamkeit. Im Gegenteil. Anna und Valentinas Bäuche wölbten sich weiter unter ihren Kleidern, wie auch unter den Schwänzen die unermüdlich in sie eindrangen -- Annas von Clays unersättlichen Besuchen und Valentinas nicht nur von Boones Erbe. Die Schwangerschaften schienen ihre Sinne nur zu schärfen, ihre Gier auf eine fast unheimliche Weise zu entfachen. Clay und Boone, sonst unerschöpfliche Quellen männlicher Kraft, stießen ...
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