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Ein Schicksal auf Rädern 12
Datum: 26.03.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,
... ein Schauer lief über ihren Rücken. "Clay und Boone hatten Recht. Wir können uns nicht mit jedem dahergelaufenen Fremden verkuppeln. Das ist zu gefährlich. Zu... schmutzig." Sie atmete tief durch. "Wir müssen sie *gut* kennen. Sicherstellen, dass sie auch etwas zu verlieren haben. Dass der Mann, der mich durchvögelt, nicht am nächsten Tag im Saloon von Plattsmouth posaunt, wie gut er es 'der Weber-Hure' besorgt hat!" Ihre Stimme überschlug sich fast vor unterdrückter Wut und Angst. "Und das geht *nur*, wenn wir ein verheiratetes Paar kennenlernen. Ein Paar, das ebenso auf seinen Ruf achten *muss* wie wir. Das Kinder hat. Oder zumindest eine Zukunft hier." Sie fixierte ihn mit letzter, unerbittlicher Klarheit. "Und Friedrich? Ich will *keine* fetten Kerle. *Merk dir das*. Keine schwitzenden, schwer atmenden Männer, die mich währendessen erdrücken. Ich will Anmut und Kraft. *Ästhetik* oder es bleibt bei uns beiden." Friedrich hörte gebannt zu. Jede Faser seines Körpers, jede erotische Fantasie von dem blonden Riesen Bjørn, schien unter ihrem klaren, schonungslosen Blick zu verdampfen. Stattdessen erwachte eine andere Art von Erregung -- die Erregung der Herausforderung, der Jagd nach etwas, das *beiden* gerecht werden würde. Etwas, das nicht nur ihre Körper, sondern auch ihre Seelen nähren könnte. "Ja, Anna", sagte er mit fester Stimme. "Ich verstehe dich. In allen Punkten. Du hast recht. Wir machen es so. Ein Paar. Verheiratet und unserer Sprache mächtig, die etwas ...
... zu verlieren haben. Und natürlich... ästhetisch." Er konnte ein kleines Lächeln nicht unterdrücken bei ihrer letzten, so spezifischen Forderung, während sein Schwanz wild in seiner Hose zuckte. In den folgenden Tagen wurde Friedrich zum unermüdlichen "Vermittler" unter dem Deckmantel der Nachbarschaftshilfe. Er klapperte die verstreuten Farmen ab, immer mit einem Korb frischer Eier oder einem Topf Annas Eingemachtem als Vorwand. Sein Blick war scharf, nicht auf die Ernte oder das Vieh, sondern auf die Bewohner selbst gerichtet. Er prüfte die Paare, die er traf, anhand von Annas strengen Kriterien. Viele fielen sofort durch: Zu alt, mit runzligen Gesichtern und abgearbeiteten Körpern. Einige Ehemänner waren tatsächlich zu "fett" im Sinne Annas -- deren Bäuche über den Gürteln hingen, deren Atem schon beim Gehen rasselte. Andere sprachen nur gebrochenes Englisch oder waren Einzelgänger, die ihre Frauen längst verloren oder nie eine gehabt hatten. Schließlich blieben nur zwei ernsthafte Kandidaten übrig: *Die MacLeods:* Ein schottisches Paar, Anfang dreißig, Fergus und Moira. Er, definiert aber an den richtigen Stellen kräftig, mit braunem Haar und einem gewinnenden Lächeln. Sie, zierlich, mit feuerrotem, streng zurückgebundenem Haar und wachen, grünen Augen, die Friedrich mit einer Mischung aus Neugier und Vorsicht musterten, das in einem Gesicht voller Sommersprossen verschwand. Sie hatten zwei Töchter, Flora (6) und Isla (9), zwei blasse, rothaarige Mädchen, die ...