1. Ein Schicksal auf Rädern 12


    Datum: 26.03.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,

    ... Der Hof lag eingebettet zwischen sanften Hügeln, ordentlich, aber mit einer gewissen Kargheit, die von harter Arbeit sprach. Fergus
    
    MacLeod, der Schotte mit dem erdigen Haar und den tief in den Höhlen liegenden, misstrauischen Augen, empfing sie an der Pferdetränke. Sein Händedruck war hart und abweisend.
    
    ,,Kuh kaufen, sagt ihr?" Er musterte Friedrichs fadenscheinige Kleidung mit unverhohlenem Zweifel.,,Ich habe eine, die ich erübrigen könnte. Die Gute gibt acht Kannen am Tag. Kostet aber dementsprechend."
    
    Ohne weitere Hoflichkeiten drehte er sich um.,,Komm mit, zeig sie dir." Er stapfte zum Stall, ein
    
    schmales, schattiges Gebäude mit dem süß-säuerlichen Duft von Heu, Mist und trockenem Holz.
    
    Friedrich folgte mit einem nervöses Zittern in den Knien. Er musste sich konzentrieren und den Käufer mimen. Anna blieb mit Angel und Jakob - auf der Veranda zurück, wo Moira MacLeod mit einem steifen Lächeln und einer Kanne kühlem Buttermilch wartete. Die beiden Töchter, Flora und Isla, lugten scheu aus der Küchentür und nahmen Anna Jakob ab um mit dem kleinen drinnen im Haus zu spielen.
    
    Im Stall war es dämmrig, nur fahles Streiflicht fiel durch Ritzen in den Holzwänden. Fergus führte ihn zu einer stattlichen, braun-weißen Kuh, deren pralle Euter schwer unter ihrem Bauch hingen.,,Da. Eine bessere Milchkuh findet ihr nicht im Tal" prahlte Fergus und klatschte der Kuh auf die Flanke und trat umgehend wieder zu Stalltür zurück. Sein Blick verweilte nicht lange bei seiner ...
    ... Kuh.
    
    Er hatte sich halb zur geöffneten Stalltür gedreht, durch die man einen schmalen Ausschnitt der Veranda sah. Friedrich tat so, als begutachte er die Hufe, tätschelte die glatte Haut.,,Starkes Tier", murmelte er, während er verzweifelt nach Worten suchte, das eigentliche Thema anzuschneiden.
    
    *Wie fragt man einen fremden Mann, ob er die eigene Frau vögeln will und im Gegenzug seine vögeln lässt?*
    
    Fergus' Stimme riss ihn jedoch aus seinen Gedanken.,,Habt ihr überhaupt genug Geld für sie?"
    
    ,,Man hört gewisse Dinge... dass die Webers kaum noch einen Cent umdrehen können, nach der Heuschreckenplage."
    
    Seine Stimme war leiser geworden, abwesend. Er stand weiter an der Stalltür und sein Blick war starr auf die Veranda gerichtet, während seine Augen schmal und gierig wurden.
    
    Friedrich folgte seinem Blick. Draußen saßen Anna und Moira im Schatten der Veranda. Anna hatte gerade Angel angelegt, das Baby schmollte bereits hungrig. Mit einer fließenden Bewegung öffnete Anna ihr Hemd und befreite ihre Brust. Ein schwerer, weißer Busen mit einer großen, dunkelrosa Warze kam zum Vorschein. Das Baby schloss gierig seinen Mund darum. Moira sagte etwas und lächelte zaghaft, aber Annas Aufmerksamkeit galt ganz dem Kind, ihre Brust lag vollkommen frei, prall und makellos in der Nachmittagssonne für Fergus Augen.
    
    Ein leises, gieriges Schnauben entfuhr Fergus. Friedrich sah, wie die Hand des Schotten unbewusst an seinem eigenen Oberschenkel entlangstrich und ungeniert seinen ...
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